Frieden ohne Grenzen
Unter dem Motto “Paz sin Fronteraz”, zu deutsch “Frieden ohne Grenzen”, fand dieses Wochenende (16.3.08) ein Friedenskonzert an der Grenze zu Kolumbien und Venezuela statt.
Der Popstar Juanes hatte dazu aufgerufen als sich in den letzten Wochen die Lage zwischen Venezuela, Ecuador und Kolumbien verschärfte und sogar von Krieg die Rede war.
90.000 Menschen trafen sich unter der Brücke Simon Bolivar, die hier symbolischen Charakter besitzt - sie verbindet Venezuela und Kolumbien bei der kleinen Stadt Cucuta miteinander. Alle kamen demonstrativ in weiß gekleidet um ein Zeichen des Friedens und der Einheit zu setzen.
Zu südamerikanischen Rythmen der geladenen Künstler aus allen drei Ländern feierten die Menschen bei über 30°C ausgelassen und bewiesen, dass sie über die Grenzen hinaus eine Einheit bilden. Gemeinsam hissten sie EINE Flagge mit den Farben Ecuadors, Venezuelas und Kolumbiens.
Durch ihre Musik und ihre Reden machten sie unmissverständlich klar, dass die Grenzen nur in den Köpfen der Politiker existieren. Der Musiker Juan Fernando Velasco aus Ecuador sang:”Ich wurde hier geboren… Hier in Kolumbien, hier in Venezuela, hier in Ecuador. Ich wurde hier geboren, weil es in unseren Ländern keine Grenzen gibt.”
Inzwischen hat sich die politische Lage etwas entspannt und die Staatschefs Hugo Chávez und Àlvaro Uribe wollen sich in den nächsten Wochen zu Verhandlungen treffen.
Es ist wunderbar zu sehen wie sich die Leute einsetzen und für ihre Sache mit friedlichen Mitteln kämpfen. Sie haben hiermit auf eindrucksvolle Weise bewiesen, dass Musik keine Grenzen, Völker oder Rassen kennt. Für diese drei Länder war dies sicherlich ein historisches Ereignis.
Hallo nina,
sehr interessanter Artikel!!! Man hat in den
üblichen Medien nämlich nichts über diese
geniale Veranstaltung gehört.

