Fortaleza – Ein gefährliches Ferienparadies

Autor: Nina

In Fortaleza kann es ganz schön gefährlich werden, doch aufgrund der idyllischen Sandstrände hat sich die Stadt zu einem Ferienparadies für inländische Touristen entwickelt.


Die Großstadt Fortaleza befindet sich im Nordosten Brasiliens und verzeichnete Ende letzten Jahres ca. 2,5 Millionen Einwohner. In etwa ein Drittel der Menschen lebt in den Favelas der Hauptstadt des Bundesstaates Ceará.
Vor allem für inländische Touristen hat sich Fortaleza in den letzten Jahren zu einem Ferienparadies entwickelt. Der Hauptgrund hierfür dürfte die 573 Kilometer lange Küste sein, an der sich zahlreiche Traumstrände befinden. Doch auch an Kultur hat die Fortaleza einiges zu bieten, weshalb die Stadt auch immer öfter von Europäern und Amerikanern besucht wurde. Nach dem anstieg des Real gegenüber dem Euro und Dollar hat die Begeisterung der ausländischen Touristen jedoch nachgelassen, da dadurch alles sehr viel teurer geworden ist. Zudem ist die Metropole ein gefährliches Pflaster was jüngst durch den Streik der Sicherheitsorgane wieder einmal bewiesen wurde. An diesem Tag konnte die Sicherheit der Stadt nicht mehr gewährleistet werden, obwohl im Vorfeld Kräfte aus den benachbarten Bundesstaaten angefordert wurden.

Fortaleza liegt in einer der gefährlichsten Regionen weltweit

Im Nordosten Brasiliens werden aus statistischer Sicht die meisten Morde begangen, damit liegt die Stadt Fortaleza in einer der gefährlichsten Regionen weltweit. Laut eines UN-Berichtes sind dort im Jahre 2010 mehr Menschen als in jedem anderen Land ermordet worden. Die Zahl ist erschreckend, 43 909 Menschen starben in Brasilien eines gewaltsamen Todes. In Fortaleza geschehen laut Statistik rund acht Morde am Tag. Besonders in den Stadtteilen „Antonio Bezerra”, „Bairro do Barra Ceará”, „Bom Jardim”, „Jorge Henrique”, „Mondubim”, „Park Brothers” und „Praia do Futuro” ist die Zahl der Verbrechen hoch. Am häufigsten geschehen dort Überfälle und Morde, bei denen äußerst brutal vorgegangen wird.

Ferienparadies mit Schattenseiten

Neben der hohen Kriminalitätsrate hat die brasilianische Stadt Fortaleza mit einem weiteren großen Problem zu kämpfen, dem Sextourismus. Obwohl auch dieser aufgrund des mittlerweile starken Reals abgenommen hat, will die Regierung der Stadt stärker dagegen vorgehen. Vor allem ausländische Sextouristen sollen stärker bestraft werden. Allgemein ist die Stadtverwaltung ausländischen Touristen gegenüber skeptisch, was sich darin äußert, dass diese bei der Einreise mit langen Wartezeiten oder unangemessener Behandlung durch die Beamten schikaniert werden. Das es aber nicht nur ausländische Touristen sind, die dieses Problem verursachen wird gerne unter den Teppich gekehrt.




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