FARC lässt in Kolumbien weitere vier Geiseln frei

Autor: Nina

Wie nun bekannt wurde hat die Guerilla-Organisation FARC in Kolumbien am 1. Februar vier weitere Geiseln freigelassen. Die FARC wertet es als eine Art Annäherung, die kolumbianische Regierung als den Anfang vom Ende der Organisation.

Was als alternative Bewegung mit durchaus guten Überzeugungen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Terrororganisation gewandelt. Die FARC kann man in den Grundzügen in etwa mit der Entwicklung der RAF in Deutschland vergleichen. So schlimm dieser Terror auch ist und ich möchte ihn auf keinen Fall verharmlosen, muss man aber bedenken, dass die Regierung Uribe die FARC auch gerne als politisches Mittel zum Zweck einsetzt, siehe nur der Fall Betancourt. Ähnlich wie unsere Regierung mit der RAF damals. Nur, dass Uribe stark von der Regierung Bush beeinflusst wurde. (Wie das nun weitergeht wird sich noch zeigen)

Nun möchte die FARC sich wohl langsam mäßigen und plant offenbar sich als politische Kraft in Kolumbien zu etablieren. Als erstes Zeichen hat sie vier Geiseln freigelassen. Drei Polizisten und ein Soldat wurden am 1. Februar dem Roten Kreuz übergeben. Sie sind wohlauf und konnten auch sofort Kontakt zu ihren Familien aufnehmen.

Uribe und einige Experten sehen die FARC auf der anderen Seite bereits am Ende. Sie seien geschwächt, aber immer noch eine Bedrohung, wie Uribe nicht müde wird zu betonen.

Das besondere bei dieser Freilassung der Geiseln war, das sich erstmals auch Brasilien einschaltete, indem sie den Kolumbianern ein Fluggerät zur Verfügung stellten.

Mal sehen, wie sich der Konflikt um die FARC weiterentwickelt. Eines ist jedoch auf beiden Seiten klar: Der Terror muss aufhören!




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