Evo Morales offener Brief an die WTO und neue Wege des Welthandels

Autor: Nina

Ende Juli waren die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf gescheitert. Endlich lassen die Entwicklungsländer nicht mehr alles mit sich machen! Und auch Südamerika ist mal wieder aktiv, allen voran Boliviens Präsident Evo Morales, der sich wenige Tage vor Beginn der Verhandlungen mit einem offenen Brief an alle wandte.

Auch in der WTO lief es mal wieder so ab, wie bei allen anderen “Verhandlungen” auch. Ein paar wenige reiche Länder versuchen sich über die Köpfer vieler armer Länder hinwegzusetzen und ihren Markt zu festigen, was das permanente Scheitern besagter armer Länder bedeutet, aber dies wird von den großen großzügig als “Kollateralschaden” hingenommen.

Es fing ja schon damit an, dass zu den Verhandlungen in Genf nur 35 der insgesamt 153 Mitglieder der WTO eingeladen wurden… Und die reichen Nationen waren dabei nicht ausgeladen… Wenigstens haben die Entwicklungsländer sich diesmal nicht ins Boxhorn jagen lassen und die Verhandlungen indirekt zum Scheidtern gebracht. Offiziell sollten die Verhandlungen den zukünftigen Umgang mit den Ressourcen und die Stärkung der ärmeren Länder zum Thema haben. Ja klar! Mal wieder ne schöne Farce. Und darauf macht Morales auch in seinem offenen Brief aufmerksam.

Die Verhandlungen in der WTO haben sich in eine Schlacht der entwickelten Länder für deren große Unternehmen um die Marktöffnung der Entwicklungsländer verwandelt“, so Morales.

Das Scheitern der Verhandlungen hat gezeigt, dass der Welthandel auf diese Art und Weise nicht mehr funktioniert. Während sich die großen Nationen in den letzten Jahren immer mehr in ihre “alten Dogmen” verrannt haben und sich immer mehr in ein perfides System der Unterdrückung, der Kontrolle und des Überflusses gestürzt haben, haben die Länder, die von der Ernährungskrise am meisten betroffen sich, nämlich in Asien, Afrika und Lateinamerika, längst im alternative Marktformen bemüht. Sie haben Bündnisse wie die UNASUR, der Andenpakt und die Bolivarische Alternative gegründet, um hier mal nur die Südamerikanischen zu nennen.

Nun zeigt sich in den Verhandlungen, dass sich diese Bündnisse bewähren. Die Gespräche sollen jetzt übrigens wieder aufgenommen werden. Man kann nur hoffen, dass sich alle Staatschefs so einsetzen wie Evo Morales.

Seinen genzen Brief mit nährern Infos könnt ihr bei attac nachlesen…




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