Esteros del Iberá - Beeindruckendes Sumpfgebiet in Argentinien

Autor: Nina

Argentinien bietet seinen Besuchern ja eine Vielzahl an wunderschönen und vielfältigen Landschaften. Doch viele davon sind schon lange in festen Händen des Massentourismus. Eines der letzten reichen Naturparadiese, das man noch fast in völliger Einsamkeit erleben kann, ist Esteros del Iberá.

Über 13.000 km² erstreckt sich die üppige Vegetation dieses Sumpfgebiets. Im Nordosten Argentiniens reicht Esteros del Iberá bis an die Grenzen zu Brasilien und Paraguay. “Iberá” heißt in der Sprache der Ureinwohner, der Guaraní, “glänzendes, scheinendes Wasser”. Und so kommt es einem auch wirklich vor.

Früher lebten hier die Guaraní auf den langsam im Wasser treibenden Inseln aus Schilf. Doch da das Jagen hier, sinnigerweise aufgrund der vielen Sportschützen, verboten wurde, mussten auch die Guaraní das Gebiet verlassen. Einige von ihnen arbeiten nun in Esteros del Iberá als Führer und Naturschützer.

Besucht man das Gebiet, das hoffentlich bald ein Nationalpark wird, fährt man in einem kleinen Boot vorbei an einer reichen Flora und Fauna. Krokodile blicken aus dem Wasser. Wasserschweine schwimmen an einem vorbei. Vom Land werfen Hirsche, Affen oder sogar auch Wölfe einem vorsichtige Blicke zu. Die meisten Tiere hier sind nicht scheu und laufen selten vor den Menschen davon. Die Fahrt geht durch mit Seerosen bewachsenen Lagunen vorbei an Orangen-, Zitronen- oder Bananenbäumen.

Zu empfehlen ist auch eine geführte Tour bei Nacht, denn viele der Tiere sind nur zu dieser Zeit aktiv.

Möchte man Esteros del Iberá besichtigen, kann man dies vom kleinen Örtchen Colonia Carlos Pellegrini aus tun, wo es auch ein paar Lodges mit unterschiedlichen Komfort für die Übernachtung gibt.

Die Anreise dorthin ist durchaus anstrengend, lohnt sich am Ende aber doch. Von Buenos Aires aus geht es erst einmal 820 km mit dem Bus (9 Stunden) und dann nochmal 120 km mit dem Taxi über Schotterpisten.

Doch genau diese beschwerliche Anfahrt hat die Sumpflandschaft wohl in seinem ursprünglichen Zustand erhalten, denn sobald die Straße geteert wird, könnte auch hier der Massentourismus die ruhige Landschaft überfluten.

Hoffen wir, dass dies nicht so schnell oder am besten gar nicht passieren wird! Ansonsten verlieren wir wieder einen unberührten Flecken Erde…




verwandte Beiträge

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: