Ecuador – Der kleinste der Andenstaaten
Ecuador ist eine Republik im nordwestlichen Teil Südamerikas. Das zwischen Peru und Kolumbien liegende Land hat knapp 14 Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt Quito liegt inmitten des Andenhochlandes in einer Höhe von etwa 2.900 Meter.
Aus topographischer, klimatischer, geographischer und ethnischer Sicht zählt Ecuador zu den vielfältigsten Staaten der Welt. Aufgrund der Durchquerung des Äquators ist das Land in vier unterschiedliche Zonen aufgeteilt: der zentralen Andenregion (Sierra), dem westlichen Küstenbereich (Costa), der Küste vor den Galápagos-Inseln und dem Amazonas-Tiefland (Oriente).
Ecuador - Pazifik und Anden
Ecuador ist der kleinste Andenstaat und liegt unmittelbar am Pazifik zwischen Peru und Kolumbien. Von Norden nach Süden schlängeln sich die Anden durch das Land, dessen höchste Erhebung der Chimborazo (6.310 Meter) ist. Das Hochland wird von zwei Hochgebirgszügen geprägt, die aus insgesamt 30 Vulkanen zusammengesetzt sind. Östlich der Anden liegt der tropische Regenwald des Amazonasbecken und im westliche Teil findet sich das sehr fruchtbare Tiefland.
Die etwa 1.000 Kilometer vom Festland Ecuadors entfernt liegenden Galápagos-Inseln beherbergen eine unglaubliche Artenvielfalt.
Ecuador - Vulkanismus
Die Anden entstanden aufgrund des Zusammenpralls zweier tektonischer Platten. Die Nazca-Platte bewegt sich mit etwa neun Zentimeter pro Jahr Richtung Osten. Die Südamerikanische Platte hingegen wandert mit etwa fünf Zentimeter pro Jahr Richtung Westen und schiebt sich allmählich über die Nazca-Platte.
Die Anden sind Teil des Feuerrings, was für die Vielzahl der in Ecuador befindlichen Vulkane verantwortlich ist. Von den insgesamt 55 feuerspeienden Bergen sind 18 noch aktiv. Erdbeben sind im Vergleich zu anderen südamerikanischen Staaten wie Chile eher selten und bei weitem nicht so stark.
Nationalparks und Biosphärenreservate
In Ecuador befinden sich vier von der UNESCO zu Biosphärenreservate erklärte Gebiete. Dabei handelt es sich um den Yasuní-Nationalpark, die Galápagos-Inseln, Podocarpus-El Condor und Sumaco.
Weiterhin gibt es in dem Andenstaat zwölf Nationalparks wie den Sangay-Nationalpark und den westlich von Cuenca liegenden Cajas-Nationalpark.
Seit April 2009 ist Rafael Correa der Regierungschef des südamerikanischen Andenstaates.


