Dürre in Argentinien und Uruguay - Schlimmste seit 50 Jahren

Autor: Nina

Dass unser Planet langsam beginnt zurückzuschlagen, sehen wir momentan überall auf der Welt: eine extreme Naturkatastrophe jagt die nächste. Nun hat es wieder Südamerika getroffen: in Argentinien und Uruguay herrscht die schwerste Dürre seit 50 Jahren.

Vor kurzem noch wurde Brasilien durch heftige Überschwemmungen heimgesucht, nun ist in Argentinien und Uruguay das andere Extrem eingetreten. In den letzten Wochen ist nur gut die Hälfte der üblichen Niederschlagsmengen gefallen. In Argentinien betrifft das vor allem die Teile, die als die Kornkammer des Landes bezeichnet werden.

Experten gehen davon aus, dass in diesem und dem nächsten Monat nur rund die Hälfte der üblichen Mais- und Weizenernte eingefahren werden kann. Die Sojaernte ist noch nicht so schwer betroffen, denn die Pflanzen selbst brauchen nicht so viel Wasser. Aber dafür wird die kommende Ernte katastrophal enden, da die Aussaat durch die Trockenheit verzögert wurde.

Und auch eines von Argentiniens wichtigsten Exportgütern leidet: die Rinderzucht. Millionen Tiere sind verdurstet. In Uruguay sehen die Verhältnisse nicht anders aus. Dort wurde sogar bereits der landwirtschaftliche Notstand verhängt, da es dort aufgrund der Dürre zu Bränden kommt.

Auf der anderen Seite muss man betonen, dass besonders Argentinien in großen Teilen selbst an dieser Dürre schuld ist, denn seit Jahren werden riesige Flächen Wald abgeholzt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Fläche allein in Argentinien um 70% verringert. Und die Regierung von Cristina de Kirchner weigert sich vehement ein Gesetz zum Schutz des Waldes zu unterzeichnen. Auch fordern viele Bauern seit Jahren die Viehbestände zu senken um das Weideland zu schonen.

Doch die argentinischen Steaks scheinen der Regierung wichtiger… Fragt sich nur wie lange man sie auf diese Weise so noch essen kann…




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