Druck auf Boliviens Präsident Evo Morales wächst - Steht Bolivien vor einer Spaltung?
In letzter Zeit steht der bolivianische Staatschef Evo Morales ganz schön unter Beschuss. Vier Provinzen haben in einem Referendum ihre Verwaltungs- und Finanzautonomie erklärt. Bolivien steht also vor einer ernsthaften Krise, die das Land zu zerbrechen droht.
Doch warum tun sie dies? Man muss als erstes wissen, dass diese Regionen reich an Erdöl und vor allem Erdgas sind. Morales, der selbst indigener Herkunft ist, hat in den letzten Jahren mehr und mehr Betriebe verstaatlicht um die arme, meist indigene, Bevölkerung mit zu finanzieren und versucht für Wandel und Chancengleichheit in Bolivien zu sorgen. Doch die reichen Oligarchen waren davon natürlich wenig begeistert. Die Gier ist halt immer unermesslich…
So, und jetzt kommt das, was sich wahrscheinlich schon jeder gedacht hat. Es geht um Erdgas und - öl. Da können die Amis auch nicht weit sein… Sie haben nun die rechten und konservativen Unternehmer angestachelt sich gegen Morales zu stellen. Zudem geht eine linke Regierung natürlich nicht, die sich vor allem für die arme Bevölkerung einsetzt, ihre Ressourcen einfach nicht den USA schenken will (Wie? Sie verkaufen? Wir sind doch Amerika…) und dann noch so frech ist finanziell auf eigenen Füßen, unabhängig von Amiland und der Weltbank, stehen will. Wie frech… Da muss man natürlich dem bösen linken Trend ein Ende bereiten.
Wie schon Chávez, so versuchen sie nun auch Morales zu verleumden und ihn zu stürzen. Nur ja alle Unabhängigkeitsbestrebungen Südamerikas im Keim ersticken. Oder ist es ein Zufall, dass der US-Botschafter Philip S. Goldberg, vorher im Kosovo tätig war?
Am 10. August will sich Evo Morales einem Volksentscheid stellen, der über sein Verbleiben im Amt oder seine Enthebung entscheiden soll. Hoffentlich steht die Bevölkerung hinter ihm, denn solche Leute wie Morales braucht Südamerika!
Unter todosconbolivia.org kann man sich einer Petition gegen die Teilung Boliviens anschließen, die auch von vielen Prominenten weltweit bereits unterstützt wird…

