Die Quena - Beliebtestes Instrument der Anden

Autor: Nina

Was wären die Indigenas der Anden ohne ihre typischen Holzblasinstrumente? Und die beliebteste Flöte ist mit Sicherheit die sogenannte Quena. Zu allen möglichen Anlässen wird sie gespielt und sie begleitet viele ein Leben lang.

Besonders in Peru und Bolivien spielen die in den Anden lebenden indigenen Völker ihre traditionellen Melodien auf ihr. Die Quena, bei uns daher auch gerne Andenflöte genannt, verfügt über eine Besonderheit: Sie hat, im Gegensatz zur der uns bekannten Blockflöte, kein gesondertes Mundstück. Beim Spielen muss der Luftstrahl so exakt kanalisiert werden, damit er durch die Spalte am Anfang genau auf die sogenannte Vibrierkante trifft. Diese erzeugt dann den Ton.

Früher hatte die Quena nur drei oder fünf Löcher um eine Tonleiter in Dur zu erzeugen. Heute wird sie meist mit sieben Löchern versehen. Damit erhält man ein breiteres Spektrum an Tönen und durch spezielle Gabelgriffe oder das Abdecken von nur einem halben Loch, kann man sogar Halbtöne über drei Oktaven erzeugen.

Das macht die Quena zu einem extrem vielseitigen Instrument mit einer großen Dynamik. Und dabei ist sie auch noch preiswert. Es gibt wohl kein anderes Instrument auf der Welt mit solch einem Umfang an Spielmöglichkeiten, das gleichzeitig aber so wenig kostet. Man bekommt sie schon in guter Qualität für nur 50 Cent (meist aus Bambus oder Plastik). Teurere Modelle können dann preislich bis auf 80 Euro hochgehen, da diese aus besonderem Holz gemacht werden und häufig auch noch mit Lamaknochen versehen sind.

So ist die Quena auch ein ideales Souvenir für Reisende nach Bolivien oder Peru.

Der Name Quena leitet sich übrigens aus dem Quechua und dem Aymara ab. Hier heißt die Flöte “qina”.

Kein anderes Instrument ist wohl so mit den Anden verwurzelt wie die Quena.

Weitere Infos, sowie eine Bau- und Spielanleitung findet ihr auf der Homepage von quena.info…




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