Die Konflikte in Bolivien nehmen kein Ende…
Nun war es endlich vorbei, das Referendum, das Evo Morales in seinem Amt bestätigen sollte. Mit einer riesen Mehrheit zeigte das Volk, dass es hinter ihm steht. Nun soll am 7. Dezember ein weiteres Referendum über die neue Verfassung entscheiden. Doch die reichen Provinzen provozieren immer mehr Chaos…
Bolivien hat viele sehr arme Regionen, obwohl es eigentlich von den Rohstoffen her ein ziemlich reiches Land ist. Aber dort ist es nicht anders als hier, nur eben etwas verstärkter und vor allem offentsichtlicher: Wenige Reiche scheffeln immer mehr, während der Rest der Bevölkerung immer ärmer wird.
Evo Morales hat sich nun, nach dem Bolivarismus, dafür eingesetzt, dass dieses Ungleichgewicht wieder augelichen wird. Nach der neuen Verfassung, über die das Volk am 7. Dezember entscheiden soll, werden die Rechte der indigenen und armen Bevölkerung gestärkt und der Reichtum soll gleichmäßig verteilt und vor allem eingeschränkt werden (z.B. Landbesitz darf nicht größer als 10.000 Hektar sein, etc.).
Nun müssten die Reichen, die übrigens (Zufall, Zufall) von den USA unterstützt werden, ja etwas abgeben… Und, ganz vereinfacht gesagt, weil sie dies nicht wollen, bringen sie das Land an den Rand eines Bürgerkrieges. Sie sabotieren die demokratischen Mittel und leiten immer wieder übergriffe auf Demonstranten.
Es ist immer wieder faszinierend, dass ein paar gierige Reiche ein ganzes Land und sein Volk nur wegen eben dieser Gier nach Macht und Geld ins Elend stürzen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das bolivianische Volk nicht von seinem Kurs für mehr Rechte abbringen lässt und die Verfassung am 7. Dezember von ihnen bekräftigt wird… Und hoffen wir, dass die USA nicht das tut, was sie immer in Südamerika gemacht haben. Attentäter aus dem jeweiligen Volk “gezüchtet”, die dann das Problem mit dem Staatschef lösen. Evo Morales ist momentan wohl Boliviens einzige Chance für einen Aufschwung und gerechtere Verhältnisse!
Wer nähere Infos zum Thema will, Telepolis hat die Lage in Bolivien nocheinmal gut zusammengefasst…

