Die Inka - Hochkultur von nur kurzer Dauer (Teil 1 - Geschichte)

Autor: Nina

Eine der faszinierendsten Hochkulturen sind wohl unumstritten die Inka. Sie stehen auch heute noch symbolisch für die Wiege Südamerikas und gelten als Ursprung vieler heutiger indigener Völker.

Doch Fakt ist, dass das Reich der Inka nur knapp 300 Jahre existierte und die eigentliche Blütezeit sich nur über einen kleinen Zeitraum von 50-90 Jahren erstreckte. Um beeindruckender ist aber, dass sie in dieser kurzen Zeit sich über weite Teile Südamerikas ausbreiten konnten. Ihr Reich soll sich über eine Fläche von knapp 1 Mio. km² gezogen haben…

Der Ursprung dieses Reiches liegt rund um das heutige Cusco, das auch stets das Zentrum der Inka blieb. Um das Jahr 1000 soll das Volk der Inka in dieser Gegend das erste Mal aufgetaucht sein. Die Anfänge der Geschichte der Inka basieren nur auf Vermutungen. Doch es gibt natürlich auch einige Legenden, die die Inka sich selbst erzählen. Laut der bekanntesten soll eines Tages der Sonnengott Inti, der oberste Gott der Inka (dazu mehr im dritten Teil), den ersten Inka Manco Cápac zusammen mit seiner Schwester und Gemahlin Mama Ocllo auf der Sonneninsel im Titicaca-See abgesetzt haben um die umliegenden Gebiete zu besetzen und zu verbessern. Noch heute ist diese Insel für manche indigene Völker heilig.

Die Inka sprachen Quechua, das noch heute abgewandelt von weiten Teilen der indigenen Bevölkerung gesprochen wird. Im Laufe der Geschichte kamen auch einige Aymara sprechende Völker zum Reich der Inka hinzu, deren Sprache sich am Anfang dann teilweise durchsetzte.

Um das Jahr 1200 soll dann ungefähr der Inkastaat gegründet worden sein. Leider ist auch dieser Teil ihrer Herrschaft eher legendenhaft, da man lediglich über die letzten vier der dreizehn großen Inka-Herrscher genaue historische Belege hat. Sicher ist, dass sich die ersten acht Herrscher der Inka langsam immer weiter ausbreiteten und dabei viele Völker teils durch Krieg, teils durch friedliche Einverleibung in ihr Reich aufnahmen.

Die eigentliche Blütezeit begann dann etwa um das Jahr 1445, als der neunte Inka-Herrscher Pachacuti Yupanqui begann den Staatsapparat umzuorganisieren, also zu zentralisieren, und vor allem mit der Eroberung weiter Gebiete begann. Den dort lebenden Völkern bot er zunächst an sich ihnen friedlich anzuschlißen. Taten sie es, wurde gefeiert. Taten sie es nicht, gab es Krieg. Diese Strategie war äußerst erfolgreich und sein Sohn verfolgte diese Taktik weiter. So beherrschten die Inka nach nur 22 Jahren fast das ganze Gebiet der südlichen Anden.

Um das Jahr 1527 starb der elfte große Inka. Das Reich war inzwischen noch größer und wurde immer schwerer zu regieren. Hinzu kam auch noch, dass einige Jahre zuvor die ersten Spanier hier gelandet waren und eine Epidemie, wahrscheinlich die Pocken, einschleppten, an denen viele der Inka starben, so eben auch der elfte Herrscher. Da er keinen konkreten Nachfolger benannte, entbrannte zwischen seinen beiden Söhnen ein erbitterter Bruderkrieg, aus dem dann schließlich Atahualpa siegreich hervorging. Doch genau in diese schwierge Situation brachen nun die Spanier ein: Im Jahr 1532 landete Francisco Pizarro an der peruanischen Küste. Sie kamen von Panama hierher, weil sie Gerüchte von riesigen Goldschätzen gehört hatten.

Sie nahmen Atahualpa gefangen. Dieser wollte sich gegen ein vereinbartes Lösegeld von einem 50 m² großen Raum gefüllt mit Silber und Gold loskaufen (heute geschätzt 25 bis 45 Mio. Euro!). Die Spanier nahmen an und richteten ihn trotzdem hin. Insgesamt stahlen sie den Inka ca. 180.000 kg Gold und 16 Mio. kg Silber. Das war der Anfang vom Ende des Inka-Reiches, das sich zu dieser Zeit vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien ausbreitete.

Die Spanier setzten danach noch einen Halbbruder Atahualpas, mit dem fast schon anmaßenden Namen Manco Cápac II. ein, der dann aber auch im Jahr 1544 ermordet wurde. Die restlichen Inka zogen sich in die Anden in die Stadt Vilcabamba zurück, bis sie auch dort geschlagen wurden. Nach einer Legende soll der Inka-Adel entkommen sein und sich in die verlorene Stadt Paititi zurückgezogen haben.

Was nun folgte, waren Hunderte von Jahren Unterdrückung der Nachfahren der Inka, die bis heute andauern und sich erst langsam lösen.

Die Inka starben also genauso aus, wie sie einst die anderen Völker zerstört hatten. Nur mussten diese dann nicht mehrere hundert Jahre als Sklaven leben…

(…Fortsetzung folgt: Teil 2 - Religion der Inka…)

Wer mehr wissen will, auf Wiki gibt es einen sehr ausführlichen Artikel




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fritzi schreibt
am 24. März 2010 um 10:37 Uhr

Also “umstritten” sind die Inkas nicht, genauso wie alle anderen Südamerikanischen Kulturen waren sie eine Massenmördergesellschaft. Die Pyramiden wurden gebaut um Menschenopfer zu machen, manchmal Tausende am Tag.

Hier wird allzu verniedlicht.

fritzi

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