Die Höhle der Hände
Im Südwesten Argentiniens liegt einer der wohl mysteriösesten Ort Patagoniens, die Cueva de las Manos (”die Höhle der Hände”). Hier haben sich Ureinwohner vor fast 9000 Jahren im Fels verewigt.
Inmitten der patagonischen Steppe gelegen, eingebettet in eine Landschaft, die überraschend vielfältig ist, gibt es einen langen Pfad, der an steilen Steinwänden, kleinen Höhlen und Felsvorsprüngen vorbeiführt. Unten, in rund 90 m tiefe, braust der Rio Pinturas an einem vorbei, und neben einem reiht sich eine Zeichnung an die andere.
In rot, weiß, ocker und schwarz wurden 829 Hände auf die Felswände gemalt. Daneben werden auch noch Jagdszenen und andere Motive gezeigt. Es ist wirklich beeindruckend und verleiht einem ein komisches Gefühl wenn man sich überlegt, dass diese Hände von Menschen stammen, die hier vor über 9000 Jahren gelebt haben und dass sie dafür noch so gut sichtbar sind.
Bis heute ist die Bedeutung der Hände unklar, auch warum es, bis auf 36 rechte Handabdrücke, sonst nur linke sind. Sie sehen schon irgendwie bizarr aus und man möchte zwangsläufig in deren Welt abtauchen.
Das einzige Manko ist wiedereinmal, dass, dank etlichen gedankenlosen Souvenirjägern und Witzbolden, ein Zaun vor den Wänden steht, der die fast sakrale Stimmung etwas trübt.
Die Höhle und Felswände erreicht man am besten per Auto oder man macht eine Wanderung durch den Canyon. Besonders morgens ist dies ein besonderes Erlebnis, Es ist noch nicht so heiß, die Sonne leuchtet die Bilder optimal aus und man kann die wunderschöne Landschaft und einen tollen Ausblick genießen.
Seit 1999 gehört die Cueva de las Manos zum UNESCO Weltkulturerbe.

