Die giftigsten Tiere Südamerikas: Von Spinnen, Schlangen und Skorpionen
Die Artenvielfalt der südamerikanischen Tierwelt ist beeindruckend. Vom A wie Ameisenbär bis Z wie Zweifinger-Faultier bietet Südamerika eine ganze Reihe faszinierende Lebewesen. Vor einigen sollte man sich aber lieber in Acht nehmen, denn Lateinamerika beherbergt ein paar der giftigsten Tiere der Welt.
Von Schlangen über Spinnen bis hin zum unscheinbaren Frosch, einige Tiere Südamerikas tragen ein tödliches Gift in sich. Wer mit diesem Gift in Kontakt kommt, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, bevor es zu spät ist.
Giftige Tiere: Vorsicht vor Spinne und Skorpion
Wer dachte, die Vogelspinne sei gefährlich, der hat die Kammspinne noch nicht in Aktion erlebt. Die angriffslustige Spinne ist etwas filigraner als die bekannte Artgenossin und ihre Haare sind hell bräunlich. Sobald sich die Spinne in irgendeiner Form bedroht fühlt, springt sie ihren Gegenüber an und beißt zu. Nach ein paar Bissen hat sie genügend Gift injiziert, um ihren Gegner außer Gefecht zu setzen. Auf Schwindel, Krämpfe und Sehstörungen folgt nach etwa 15 Stunden der Tod, wenn nicht rechtzeitig das Gegengift verabreicht wird. Man bezeichnet sie auch als Bananenspinne, da sie vor allem auf den Plantagen zu Hause ist.
In Mexiko findet man einen anderen giftigen Bewohner der südamerikanischen Tierwelt. Einen Skorpion der Gattung Centruroides. Mit einem Stich verabreicht er seinem Opfer genügend Gift um einen schnellen Tod herbeizuführen. Wer es nicht schnell genug zu einem Arzt schafft, bezahlt die Begegnung mit seinem Leben.
Schlangen und Frösche: Gefahr im Regenwald
In den Wäldern Argentiniens und Perus schlängelt sich sich eine tödliche Bedrohung durchs Unterholz: Die Cortalus durissus terrificus. Sie gehört nicht nur zu den Klapperschlangen sondern ist obendrein auch noch deren giftigste Vertreterin. In über 70 Prozent aller Fälle endet ihr Biss tödlich.
Ebenso giftig, aber weniger erforscht ist der Biss der Lanzenotter. Eine Begegnung mit dieser, vor allem in Mittel-Lateinamerika lebenden Schlange, endet oft tödlich oder mit Amputationen. Die Dosierung des Gegengiftes gestaltet sich schwierig da die Forschung noch etwas Zeit benötigt.
Nicht nur Schlangen lieben die Wälder Südamerikas. Auch harmlos wirkende Frösche sind hier zu finden. Die bunten Phillobates terribilis gehören zu den Pfeilgiftfröschen. Früher wurde ihr Gift für die Jagd benutzt, eine Pfeilspitze mit dem Gift versehen, ließ das Wild schnell zu Boden gehen. Der Frosch sondert seine Toxine über die Haut ab. Eine Berührung kann tödlich enden. Nach der Muskellähmung folgt der Atemstillstand und der Tod.
Wer Südamerika bereist, sollte also immer auch Vorsicht walten lassen und möglichst nicht auf eigene Faust die Wälder erkundigen. Die Artenvielfalt Südamerikas sollte man sich deshalb aber nicht entgehen lassen! Wer mehr über die Artenvielfalt in Regenwäldern erfahren will, findet hier weitere Infos.
