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Die Geschichte Argentiniens

Autor: Nina

Argentinien fasziniert heute Menschen aus aller Welt mit seiner vielfältigen Natur und der faszinierenden Kultur. Um Land und Leute besser zu verstehen, sollte man sich auch mit der historischen Entwicklung Argentiniens befassen. Die Geschichte des Landes beginnt nachweislich schon im 10. Jahrtausend v. Chr.

Die Geschichte Argentiniens lässt sich grob in vier Phasen unterteilen. Die Frühgeschichte, die bis ins 16. Jahrhundert n. Chr. reicht, die Kolonialzeit vom 16. bis zum 19 Jahrhundert, die Postkolonialzeit im 19. Jahrhundert und die Moderne. Im folgenden wird ein Abriss der ersten drei Epochen gegeben.

Argentiniens Frühgeschichte

Die ältesten archäologischen Funde in Argentinien sind Speerspitzen, die 10.000 Jahre vor Christus gefertigt wurden. Die Forscher nehmen an, dass sie der Jagd von großen Säugetieren dienten. Vermutlich war die Region aber auch schon zuvor bevölkert. Dabei unterschied sich die Lebensart der Stämme je nach Region.

Im Südosten des Landes lebten die Het und Tehuelches. Die Stämme waren nicht sesshaft und zogen von einem Ort zum anderen. Ganz anders die indigenen Völker im Nordwesten Argentiniens. Sie ließen sich nieder, betrieben Viehzucht und verfügten über eine fortgeschrittene Architektur.

Ergänzt wurden diese Kenntnisse um 1450 n. Chr. durch die Inka, deren Reich sich immer weiter ausdehnte und auch den Norden Argentiniens erreichte. Auf diesem Weg fanden Technologien und die Sprache der Inka ihren Weg zu den Stämmen des Nordens.

Im darauf folgenden Jahrhundert sollte die Geschichte des Landes einen gravierenden Einschnitt erleben.

Kolonialzeit und Postkolonialzeit Argentiniens

Im Jahr 1516 gelangte der erste Spanier über den Seeweg nach Argentinien. Damit läutete Juan Díaz de Solís, gewollt oder nicht, die Kolonialzeit im Land ein. Doch die spanischen Besatzer trafen auf heftigen Widerstand, wie auch Pedro de Mendozas erfahren musste, der versuchte die Het in das Kolonialsystem zu zwingen. Von seiner 1600 Mann starken Truppe überlebten nur 150. Doch im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts kamen die Spanier von allen Seiten. Aus Peru, Chile und vom Atlantik her nahmen sie die Gebiete des südamerikanischen Landes ein.

Im 18. Jahrhundert bildeten sich im kolonialisierten Südamerika Königreiche heraus. Darunter auch das Vizekönigreich des Rio de la Plata, zu dem das heutige Argentinien sowie Bolivien, Paraguay und Uruguay gehörten.

In den Unabhängigkeitskriegen konnte sich Argentinien, das sich Provincias Unidas del Río de la Plata nannte, 1822 vollständig von den Spaniern lossagen. Argentien war im Anschluss ein lockerer Staatenbund, in dem es zwischen den einzelnen Provinzen immer wieder zu Konflikten kam. Nach einigen Bürgerkriegen und Landverlusten an Chile und Großbritannien setzten die Staaten Argentiniens 1853 eine gemeinsame Verfassung auf. Bis heute hat Argentinien ein präsidiales System. Zur Hauptstadt wurde schon damals Buenos Aires.Was in den Jahrzehnten darauf folgte waren Demokratisierung und Einwanderungswellen aus Europa bestimmt. Mehr zu dieser Epoche gibt es hier.



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