Die Galápagos-Inseln - Gefährdetes Naturwunder vor Ecuador
Galápagos… Dabei kommen einem wahrscheinlich sofort die berühmten Schildkröten, unberührte Natur und Charles Darwin in den Sinn. Doch das einmalige Paradies dieser Inseln ist in Gefahr…
Die Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador und bestehen aus 14 größeren und über 100 kleinen bis winzigen Inseln. Insgesamt wohnen hier an die 20.000 Menschen, die sich auf fünf Inseln verteilen, die restlichen sind unbewohnt.
Durch Zufall entdeckten sie die Spanier im Jahr 1535 und nannten sie zunächst “Islas Encantadas” (dt. “Verzauberte Inseln”), da sie so weit von der Küste entfernt (rund 1.000 km westlich von Ecuador) kein Land mehr vermuteten. Das ist wohl auch einer der Hauptgründe warum sich im 17. Jahrhundert hier vor allem Piraten versteckten.
Erst im 19. Jahrhundert setzte sich der Name Galápagos aufgrund der gleichnamigen Riesenschildkröten durch. Im Jahr 1832 nahm Ecuador die Inseln in Besitz, was nicht schwer war, denn die Spanier, denen die Inseln eigentlich gehörten, hatten kein Interesse mehr.
Drei Jahre später kam der Mann auf die Insel-Gruppe, der sie weltweit wohl am bekanntesten gemacht hat, Charles Darwin. Er kam hierher, da er hier die biblische Schöpfungsgeschichte beweisen wollte und hoffte den Garten Eden zu finden. Doch er merkte, dass es in Wirklichkeit ganz anders war: Da die Tier- und Pflanzenwelt auf Galápagos so gut wie von der Außenwelt abgeschnitten ist, konnte Darwin hier zeigen, dass sich das Leben ständig verändert. Alle Lebewesen unterliegen einer von ihrer Umwelt beeinflussten Evolution.
Nicht umsonst galten die Inseln lange danach noch als “Paradies für Biologen”. Doch dieses Paradies ist immer mehr gefährdet. Viele der einzigartigen Tiere und Pflanzen kommen nirgendwo anders auf der Welt vor. Doch der Mensch bedroht dieses kleine System immer mehr. Seit 1978 stehen die Galápagos- Inseln zwar auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes, sie sind ein Marine-Reservat und seit 1998 auch ein Nationalpark. Doch dies hält die WIrtschaft und die Industrie (besonders der Fischfang) nicht davon ab die Natur der Inseln auszubeuten. Ökonomische Interessen werden auch hier mit den ökologischen immer mehr abgewogen.
Und da die Galápagos-Inseln mittlerweile so berühmt sind, kommen jährlich über 80.000 Touristen hierher, was natürlich auch der Umwelt nicht besonders gut tut und das abgeschlossene System mehr und mehr gefährdet. Letztes Jahr hat die UNESCO die Inseln dann auf die rote Liste des gefährdeten Weltwerbes gesetzt und Ecuador hat endlich reagiert: Es wurde ein Dekret erlassen, das die Galápagos-Inseln zum ökologischen Risikogebiet erklärt, so dass Tourismus, Luftfahrt und Ansiedlung eingeschränkt werden sollen. Nur die Industrei hält das weing auf.
Man kann nur hoffen, dass einem diese rauhen und faszinierenden Vulkan-Inseln noch lange erhalten bleiben. Charles Darwin rotiert in seinem Grab…
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