Die Falklandinseln: Inselgruppe im Südatlantik

Autor: Nina

Die Falklandinseln, auch Malvinas genannt, gehören nicht zu den tropischen Trauminseln. Unberührte Natur, Pinguine und raues Klima herrschen auf den 200 Inseln der Gruppe. Trotzdem kämpft(e) Großbritannien, Spanien und Argentinien um ihren Besitz, denn man vermutet kostbares Erdöl.

Klimatisch und wirtschaftlich reizen die Falklandinseln nicht gerade. Dennoch fühlen sich immer mehr Touristen von der ursprünglichen Natur im Niemandsland angezogen: Auf den Inseln leben nur etwa 3000 Menschen gegen mehrere Millionen Pinguine auf einer Gesamtfläche von ca. 12.173 Quadratkilometern.

Wo liegen die Falklandinseln überhaupt?

Die Inselgruppe Falklands liegt etwas abgelegen Richtung Ende der Welt. 395 Kilometer trennen sie von der Ostküste Argentiniens und Feuerlands. Die Inseln beim südlichsten Zipfel Südamerikas bestehen aus etwa 200 Nebeninseln und den Hauptinseln Ostfalkland und Westfalkland. Die Hauptinseln umfassen je etwa 6.000 km² während von den Nebeninseln nur fünf größer als 10 km² sind.

Die Schwester-Inseln Ost- und Westfalkland

Die Hauptinseln der Inselgruppe Falkland sind durch den Falklandsund fast vollständig voneinander getrennt. Die kleinere der beiden Inseln ist Westfalkland. Die hügelige Insel mit dem 700 Meter hohen Mount Adam hat nur 144 Einwohner. In der größten Ortschaft mit immerhin über 20 Einwohnern, Port Howard, gibt es eine eigene Landebahn, den Hafen, Fischfang und Schafzucht.

Aber Westfalkland ist vor allem für seine großen Pinguin-, Kormoran- und See-Elefanten-Kolonien bekannt. Ostfalkland ist dagegen nicht nur die flächenmäßig größte Insel der Gruppe, sondern auch die bevölkerungsdichtere der Beiden.

Ostfalkland und die Hauptstadt Port Stanley

Auf der östlichen Hauptinsel der Falklands leben 2.100 Einwohner und 2000 vor Ort stationierte britische Soldaten. Zwei Drittel der Gesamtbevölkerung der Inseln leben in der Hauptstadt Port Stanley. Außerdem befindet sich auf Ostfalkland der wichtigste Hafen der Falklandinseln und zwei internationale Flugplätze. Höchster Punkt der Insel ist der Mount Usbourne mit 705 Metern über dem Meeresspiegel.

Wozu gehört die Inselgruppe Falkland?

Während die Inselgruppe bis zum 17. Jahrhundert mehrfach gesichtet wurde, betrat vermutlich der Engländer John Strong 1690 das erste mal die Malwinen. 1764 wurde auf Ostfalkland eine französische Siedlung gegründet, die später an die Spanier verkauft wurde.

Immer wieder entfacht ein Streit zwischen den Spaniern und den von Port Egmont kommenden Briten, bis diese 1774 die Inseln vorerst aufgeben. Nachdem Argentinien Anspruch auf die Inseln erhebt, besetzen die Briten die Inseln erneut, was 1982 im Falklandkrieg endet.

Seither haben die Einwohner der Inseln eine britische Staatsbürgerschaft, doch die Konflikte mit Argentinien entfachen immer wieder neu. Bis heute ist Falkland britisches Überseegebiet.




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