Die Bolivarische Revolution - Was steckt dahinter?

Autor: Nina

In den letzten Jahren hat sich in Südamerika eine Gegenbewegung zum Neoliberalismus gebildet, die von den westlichen Wirtschaftsmächten logischerweise kritisiert wird, weil sie einen neuen Gegenentwurf zum hochgelobten Kapitalismus entwirft. Was ist der sogenannte Bolivarismus also und ist die Kritik des Westens berechtigt?

Der Bolivarismus oder die sogenannte Bolivarische Revolution wurde vor allem durch Venezuelas Präsident Hugo Chávez geprägt. Er selbst war ein glühender Verehrer des Freiheitskämpfers Símon Bolívar. Und so hat Chávez dann auch seinen Gegenentwurf zum Neoliberalismus bach Bolívar benannt.

Südamerika wird seit Jahren von den USA, der Weltbank, dem IWF etc. ausgebeutet. Während ein großer Teil der Bevölkerung in großer Armut lebt, streichen die Westmächte die reichen Ressourcen ein. Die Bevölkerung sieht so nur wenig von ihrem eigenen Reichtum. Darum ist es auch kein Wunder, dass in den letzten Jahren immer mehr der Ruf nach südamerikanischer Selbstbestimmung lauter wurde. Immer mehr Staaten haben mittlerweile linke Regierungen, die zum Größtenteil die Ressourcen ihres Landes auch für dieses Einsetzen wollen.

Das kann sich der Westen nun natürlich nicht gefallen lassen und so werden in unseren Medien Chávez, Morales und Co. verleumdet wo es nur geht. Natürlich haben sie nicht alles richtig gemacht. Aber sie sind wenigstens so mutig nach ALternativen zum menschverschlingenden Kapitalismus zu suchen.

Und hier setzt der Bolivarismus ein. Er orientiert sich vor allem an Marx, Che Guevara oder Leo Trotzki. Hat ihre Thesen ins 21. Jahrhundert transferiert und versucht diese nun in einem Zusammenspiel aus Demokratie und Sozialismus durchzusetzen.

Die zentralen Punkte des Bolivarismus sind: Einigung Südamerikas (später auch Lateinamerikas), nationale Unabhängigkeit, politische Beteiligung der Bevölkerung (z.B. durch Referenden, Volksentscheiden etc.), eine “Ethik des Dienstes am Volk”, ökonomische Eigenständigkeit (!), gerechte Verteilung der reichen Erdöleinnahmen und die Bekämpfung von Korruption.

Nach und nach nähern sie sich ihren Zielen an, doch der Westen macht es ihnen nicht leicht. Propaganda und die Gier nach Ressourcen hält vor allem die USA noch in Südamerika. Leute wie Chávez oder Morales haben einerseits den Mut das zu sagen, was hier bereits viele denken, und vor allem versuchen sie neue Wege zu gehen. Sie haben nicht stgniert wie der Westen, der auch sich selbst gnadenlos ausbeutet. Wir brauchen uns nur in unserem eigenen Land umzuschauen.

Vielleicht gelingt es dem Bolivarismus nicht, aber sie versuchen es wenigstens und reden nicht nur andauernd von den Ungerechtigkeiten in der Welt. Die Gründung der UNASUR usw. sind schon gute Schritte in eine richtige Richtung.




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