Der Titicaca-See – Weltberühmt, nicht nur wegen seines Namens ;-)

Autor: Nina

In vielen Ländern, einschließlich Deutschland, gilt der Titicaca-See als wohl lustigster geographischer Name überhaupt. Doch er ist nicht nur aufgrund seines Kalauer-Namens weltweit bekannt, sondern auch wegen seiner besonderen Ausstrahlung.

Irgendwie umgibt diesen See etwas Mythisches und in der Tat, besonders in den Morgen- und Abendstunden, wenn sich die Touristen etwas verflüchtigt haben, wirkt er irgendwie magisch und geheimnisvoll. Nicht umsonst nimmt der Titicaca-See in den alten Legenden der Inkas und der noch heute hier lebenden indigenen Völker meist einen besonderen Platz ein.

Laut einer´alten Legenden soll der Sonnengott Inti auf einer der heiligen Inseln im See, der Isla del Sol, die ersten beiden Inka, Manco Cápac und seine Schwesterfrau Mama Oclla auf die Erde gesetzt haben. Die Isla del Sol hieß früher einmal Titicaca und nach ihr wurde dann der See benannt. Die Nachbarinsel ist die Isla de la Luna und hatte wohl auch eine mythische Rolle im Glauben der Inka. Noch heute finden sich hier viele uralte und sehr interessante Ruinen. Dazwischen leben auch noch einige Einwohner nach traditionellen Riten.

Über die Herkunft des Namens Titicaca ist man sich bis heute nicht sicher. Es ist aber wahrscheinlich, dass es aus dem Aymara kommt und so etwas wie “grauer Puma” heißt. Über einen Felsen, der angeblich aussah wie ein Wildkatze, soll auch der erste Inka Manco Cápac auf die Erde gestiegen sein. Mit viel Fantasie kann man das heute noch erahnen. ;-)

Der Titicaca-See in den Anden ist mit einer Fläche von 8.288 km² der größte See Südamerikas und das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Welt (3.810 m über dem Meeresspiegel). Die westliche Hälfte des Sees gehört zu Peru, die östliche zu Bolivien.

Wie bereits erwähnt gibt es auf dem See einige größere Inseln, die noch heute bewohnt werden. Diese traditionellen indigenen Siedlungen kann man auch als Tourist besuchen und dort sogar übernachten. Dies ist wahrlich eine Erfahrung wert, denn es gibt zwar keinen Strom oder fließend Wasser, aber, wenn gegen Nachmittag die Touristenströme abebben, kann man in eine andere faszinierende Welt eintauchen und die Anden und den See so kennenlernen wie sie wirklich sind.

Eine weitere “Attraktion” auf dem Titicaca-See sind die schwimmenden Inseln der Uros. Schon zu Zeiten der Inkas lebte dieses Volk auf dem See auf ihren selbstgefertigten Inseln und tun dies vereinzelt heute noch. Waren sie in Gefahr banden sie die Inseln mit samt ihren Behausungen drauf vom Ufer los und lebten auf dem See bis die Gefahr vorüber war. Heute diesen die Inseln mehr als Besucherattraktion als sie vor Gefahren zu schützen. (Obwohl auch das kann eine Gefahr sein… ;-) )

Desweiteren ist der See ein großer Wärmespeicher, obwohl das Wasser im Durchschnitt nur 10° C hat. Aber wegen der kontinuierlich abgegebenen Wärme blüht die Landwirtschaft an den Ufern des Sees. Man nimmt an, dass der Titicaca-See der Ursprung des Kartoffel-Anbaus war.

Wenn man dort ist, sollte man sich auch die Insel Taquile nicht entgehen lassen. Hier leben rund 1.600 Quechua. Die Insel ist vor allem wegen ihrer strickenden Männer berühmt geworden. :D

Dieser See zieht einfach jeden in seinen Bann, egal wie…Similar Posts:



verwandte Beiträge

avatar
UTUTU schreibt
am 21. Februar 2011 um 22:53 Uhr

Da würd ich gerne mal hin :) :):)

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: