Der südamerikanische Schmuckhornfrosch
Der Schmuckhornfrosch lebt eigentlich in den Regenwäldern Südamerikas, doch man kann ihn auch als Haustier halten.
Der Schmuckhornfrosch ist eigentlich in den Tropenwäldern Südamerikas heimisch. Er ist wohl eine der unersättlichsten und verfressensten Amphibienart, die es gibt. Vor allem in den USA werden sie kommerziell gezüchtet, doch auch hier in Deutschland finden sich Freunde der leichtzupflegenden Terrariumtiere. Was macht den Schmuckhornfrosch so besonders? Wie kann man ihn als Haustier halten? Und warum wird er im englischsprachigen Raum „Pacmanfrog“ genannt?
Der Schmuckhornfrosch - fauler und verfressener „Pac-Man“
Der Schmuckhornfrosch oder auch einfach nur Hornfrosch (Ceratophrys) wird der Klasse der Amphibien zugeordnet. Es gibt von ihm in Südamerika acht verschiedene Arten, die den südamerikanischen Tropenwald (vor allem in Argentinien und Brasilien) bewohnen. Dort findet man sie, wenn man sie sieht, vor allem an Waldrändern, Sekundärwäldern und Lichtungen. Die Tiere fallen aber nicht unter Artenschutz, man kann sie ohne Herkunftsnachweis oder eine Genehmigung halten. Wegen ihrer runden Körperform und dem großen Maul, mit dem sie alles verschlingen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, werden sie im englischen auch Pac-Man-Frösche genannt, eine Hommage an das Arcade Game Pac-Man.
Wie ist das Verhalten der Schmuckhornfrösche?
Die Schmuckhornfrösche benötigen nicht viel Platz, wodurch man sie einfach halten kann. Sie erreichen eine beachtliche Größe, die Männchen können je nach Art ca.- 10-13 cm groß werden, während die Weibchen es sogar auf 15-20 cm schaffen, wenn sie ausgewachsen sind. Da sie sich auf Grund ihrer natürlichen Verhaltensweise kaum bewegen, reicht ein 60×30x30 Terrarium. Von Natur aus ist der Schmuckhornfrosch ein Lauerjäger, d.h. er buddelt sich bis zur den Augen im Boden ein und wartet darauf, dass seine Beute vor seinem Maul vorbeikommt. Als wählerischen Esser kann man ihn nicht bezeichnen, denn er versucht alles, was in sein Maul passt, zu verschlingen. Die Beute können sowohl Wirbeltiere, wie Mäusebabys, als auch wirbellose Tiere, wie z.B. Schaben, Heuschrecken, Grillen, Regenwürmer und Heimchen, sein. Doch auch wenn die Tiere sehr faul sind und sich kaum bewegen, sollte man vorsichtig sein, da sie über einen sehr kräftigen Kiefer (mit Zähnen) verfügen, mit dem sie auch schon mal zubeißen, was schmerzhafte und blutende Wunden verursachen kann.
Kannibalismus & Fortpflanzung ist keine gute Mischung
Die Nachzucht beim Schmuckhornfrosch stellt sich recht schwierig dar. Das Problem dabei ist, dass die Weibchen größer sind als die Männchen und wie gesagt, die Tiere alles fressen, was ihnen vors Maul läuft. Daher kommt es häufig vor, dass das Weibchen das Männchen noch vor der Paarung auffrisst. Man sollte die Tiere daher auf jeden Fall einzeln halten.
Wer sich zutraut dieses eigentlich leicht zu pflegende und anspruchslose Tier zu halten, was sie ideal für Anfänger-Amphibien-Halter macht, kann sich im Internet und in Zoohandlungen informieren.


