Der Südamerikanische Nasenbär - Anpassungsfähig und genügsam

Autor: Nina

Der Südamerikanische Nasenbär ist auf dem ganzen Kontinent weit verbreitet und so ist es auch kein Wunder, dass er in des Zoos zu einem der beliebtesten Tiere gehört.

Man findet ihn in Wäldern aller Art von Kolumbien und Venezuela bis Uruguay und dem Norden von Argentinien. Die tropischen Regenwälder des Amazonas können ebenso sein Zuhause sein wie Gebirgswälder auf einer Höhe von 2.500 m. Daran sieht man auch schon, dass der Südamerikanische Nasenbär ein genügsames und anpassungsfähiges Tier ist.

Am besten erkennt man ihn an seiner langen Schnauze, die ihm logischerweise auch seinen Namen gegeben hat. Sie hilft ihm besonders bei der Suche nach Nahrung, da er sich neben Früchten auch gerne von Insekten, deren Larven, Spinen oder Skorpionen ernährt. Aber auch kleine Wirbeltiere oder Aas lehnt er nicht ab.

Das Tier aus der Familie der Kleinbären hat ein rotbraunes, manchmal auch graues Fell. Besonders der Schwanz mit dem geringelten Muster ist auffällig. Der Südamerikanische Nasenbär erreicht eine Länge von 40 bis 70 cm, wobei der Schwanz dann fast nochmal so lang sein kann.

Besonders interessant ist auch das Familienleben der Nasenbären. Die Männchen sind generell Einzelgänger, wohingegen die Weibchen mit den Jungtieren in Gruppen von bis zu 20 Tieren leben. Nur zur Paarungszeit erlaubt solch eine Gruppe einem Männchen Zutritt. Dieses ordnet sich dann den Weibchen unter, darf sich mit allen paaren und wird dann schnell wieder verscheucht. Nach zehn bis elf Wochen kommen dann zwei bis sieben Jungen auf die Welt.

Nasenbären leben normalerweise auf dem Boden, nur zum Schlafen, zur Flucht vor Feinden oder zur Geburt, klettern sie auf Bäume. Das Weibchen bringt die Jungen in einem kleinen Nest in den Baumwipfeln zur Welt und bleibt dort fast fünf Wochen bis die kleinen sicherer sind.

Der Südamerikanische Nasenbär ist durch seine geschickten Überlebenstricks und seiner Anpassungsfähigkeit eines der wenigen Tiere, das noch nicht in irgendeiner Form bedroht oder gefährdet ist. Seine einzigen natürlichen Feinde sind Greifvögel, Riesenschlange oder Pumas und Jaguare. Nur selten jagen die Menschen ihn, da er manchmal Hühnerställe ausräumt.




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