Der Salpeterkrieg - Kampf um die südamerikanische Ressourcen zwischen Chile, Peru und Bolivien

Autor: Nina

Zum Ende des 19. Jahrhunderts hin wurde in Südamerika der wirtschaftliche Reichtum neu verteilt. Chile führte von 1879 bis 1883 eine unerbitterten Kampf gegen Peru und Bolivien. Dieser Krieg sollte als Salpeterkrieg, oder auch Pazifischer Krieg, in die Geschichte eingehen und bis heute wirtschaftliche Folgen für die beteiligten Länder bedeuten.

Nach einem Vertrag aus dem Jahr 1874 war Bolivien Herr über eine Region im Norden der Atacama-Wüste, die reich an Salpetervorkommen war, damals ein sehr wichtiger Rohstoff, und hatte so auch einen direkten Anschluss an den Ozean. Im Gegenzug waren die chilenischen Salpetergesellschaften für 25 Jahre von der Steuerpflicht befreit.

Doch im Jahr 1878 verlangte der bilivianische Präsident Hilarión Daza entgegen diesem Vertrag Steuern von den Gesellschaften. Daraufhin besetzte Chile ein Jahr später den Hafen von Antofagasta. Von Seiten der Bevölkerung gab es hierbei keinen Widerstand, da nur 5% Bolivianer waren. Nun musste Bolivien aber Chile den Krieg erklären und ging dazu noch heimlich mit Peru eine Allianz ein.

Daza schickte seine Truppen Richtung Arica um Peru zusätzlich zu den laufenden Seeschlachten zu unterstützen. Doch der Marsch scheiterte kläglich. Die Soldaten verdursteten in der Atacama-Wüste und Daza musste aufgrund dieses Versagens abdanken.

Ein großer Teil der Kämpfe wurden anfangs auf See geschlagen, wobei Chile eindeutig überlegen war. Bei Kap Angamos errang die chilenische Marine noch 1879 den entscheidenden Sieg. Ein Jahr später eroberte Chile bereits die Provinzen Tacna und Arica. Schließlich hatten die chilenischen Truppen alle Salpeterprovinzen unter ihrer Kontrolle und Bolivien musste sich aus dem Krieg zurückziehen

1881 besetzte Chile Lima. Die peruanischen Truppen zogen sich daraufhin ins Hochland zurück, wo sie nach zweijähriger Besatzung shcließlich aufgeben mussten. Im Vertrag von Ancón wurden die Friedensbedingungen festgehalten. Peru musste die Provinzen Tarapacá, Arica und Tacna an Chile abtreten.

In einem gesonderten Vertrag verlor Bolivien 1884 den Hafen von Antofagasta an Chile, wodurch es dann ein Binnenstaat wurde.

Chile besaß nun reiche Vorkommen an Salpeter und erfuhr so einen wirtschaftlichen Aufschwung. Auch ausländische Firmen wie Deutschland und Großbritannien bauten hier ab. Nach einiger Zeit verlor Salpeter seine wirtschaftliche Bedeutung. Doch die Region war auch noch reich an Kupfer. Also ein doppelter Gewinn für Chile…

Noch heute ist durch den Salpeterkrieg das Verhältnis der drei Staaten sehr belastet. Bolivien macht Chile für ihre Armut mit verantwortlich, da ihnen der Weg zum Meer abgeschnitten wurde. Doch auch, wenn es immer wieder Gespräche gibt, weigert sich Chile strikt Bolivien einen Weg zum Pazifik zu garantieren.




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Lobo1410 schreibt
am 27. August 2009 um 15:39 Uhr

Chile hat Bolivien mehrfach einen Korridor zum Meer angeboteten,aber Peru blockiert dies

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