Der Mähnenwolf - Gefährdeter Savannenbewohner Brasiliens

Autor: Nina

Eines der Tiere, die man in Südamerika wohl am meisten missverstanden hat, ist der Mähnenwolf. Lange hat man ihn gejagt, weil man dachte, er würde Schafe, Rinder oder Pferde töten. Dabei ist er nicht einmal in der Lage diese große Beute zu reißen.

Doch wegen dieses Missverständnisses ist der Mähnenwolf in Argentinien und Uruguay mittlerweile im Prinzip vollständig ausgerottet. Und auch die immer stärkere Nutzung der Savannen drängt den Mähnenwolf zurück. Daher gilt er inzwischen als gefährdet.

Dabei sind es wirklich friedliebende Tiere, die sich vor allem von kleinen Nagetieren, Insekten und Gemüse und Obst ernähren und nicht einmal mit den Wölfen verwandt sind. Man nimmt an, dass sie Überlebende der Großtierfauna sind, die vor über 15.000 Jahren bereits hier gelebt haben.

Heute kommen sie nur noch in der Pampa Südbrasiliens und in Teilen Paraguays vor. Der Mähnenwolf ist fast einen Meter hoch und erreicht eine Kopfrumpflänge von 110 cm, dazu kommt dann noch der Schwanz von rund 40 cm. Sein Fell ist vor allem rotbraun und hat hier und da schwarze oder weiße Flecken.

Mähnenwölfe sind nachtaktiv. Anders als die Wölfe leben sie nicht in Rudeln, sondern streifen allein durch ihr Territorium. Nur zur Paarungszeit lebt ein Paar zusammen. Fünf Monate lang wird dann das Junge gemeinsam aufgezogen bis jeder, inklusive dem Jungtier, seine eigenen Wege geht.

Hoffen wir, dass sie noch lange so weiterleben können…




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