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Der Cumbia: der tanzbarste Rhythmus der Welt!

Autor: Nina

Langsam, viel zu langsam erobert er die deutschen CD-Regale und Clubs: der Cumbia! Was jahrzehntelang in der Worldmusic-Abteilung verstaubte, findet endlich seinen Weg in die europäischen Ohren und schafft langsam, aber sicher eine neue interkulturelle Liebe. Danke, Globalisierung!

Cumbia @Flickr/Luz Adriana Villa A.

Denn Cumbia ist alles! Aufregender Tanz, Musik fürs Herz und für die Beine, und das Beste: Es gibt den jahrhundertealten Rhythmus für jede Stimmung und jede Situation. Von der siebzigjährigen Diva Totó la Momposina bis zur hippen kolumbianischen Band Sistema Solar bedienen sich alle des Cumbias.

Der Ursprung der Cumbia-Musik

Es gibt tatsächlich Dokumente, die den Cumbia als Musik und Tanz bereits um 1825 in den kolumbianischen Karibikregionen beschreiben. Er entstand, wie so vieles, aus der kulturellen Mischung des Landes: Die Trommeln der afrikanischen Sklaven trafen auf die Flöten der Indios und die pompösen Trachten und Liedtexte der Spanier und schufen so, was wir heute unter dem traditionellen Cumbia verstehen.

In den 1940er Jahren erlebte der Cumbia dann von Panama und Kolumbien aus eine rasante Ausbreitung über ganz Lateinamerika. Mittlerweile hat jedes Land seinen eigenen Cumbia-Stil entwickelt, und es gibt zahlreiche Sub-Genres innerhalb der Länder. Und seitdem sich die Musik dank des Internets rasanter verbreiten kann, fängt der Cumbia endlich an, seine Fangarme auch nach Europa zu strecken.

Das zeichnet Tanz und Musik des Cumbias aus

Die typischen Instrumente des Cumbias sind die Trommeln und die Indio-Flöten (in Kolumbien Gaitas, in den Anden Quenas genannt). In vielen Stilrichtungen des Cumbias spielt auch das Akkordeon eine tragende Rolle. Der ursprüngliche Cumbia in der Karibik wurde in langen, farbenprächtigen Trachten getanzt. Oft werden aufwendige Kopfbedeckungen mit Obst- oder Blumenverzierungen zu den Trachten getragen. Weniger ist mehr zählt hier nicht!

Dabei gab es vom anschmiegsamen Paarstil bis zum Kreistanz die unterschiedlichsten regionalen Tanzstile. Gemein ist ihnen, dass der Tanz von der Hüfte ausgeht, die Arme eher langsam bewegt werden und der Kopf stillhält – was wundervolle Bilder von alten Frauen, die bei schwingenden Hüften volle Flaschen Alkohol auf dem Kopf balancieren, produziert.

Mittlerweile wird vor allem der kommerzialisierte Cumbia natürlich in knapperen Outfits getanzt. Das Gute des Rhythmus ist, dass er vor allem im Vergleich zum Salsa, Mambo oder anderen lateinamerikanischen Rhythmen leichter zu verstehen und somit zu tanzen ist. Vorgefertigte Schritte oder Choreografien, wie sie Tanzschulen anbieten, haben mit dem ursprünglichen Cumbia-Tanz allerdings wenig zu tun. Da ging es eher um das, worum es heute in den Clubs immer noch geht: Die Hüften schwingen, miteinander sein und es genießen. Und den freundlichen Viervierteltakt des Cumbias bekommt auch die steife nordische Hüfte hin.



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Arthur schreibt
am 27. Juli 2012 um 16:25 Uhr

Recht Interessant wie Musik sich auf dei verschiedenen Kulturen auswirkt

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