Der Ameisenbär - Lieblingsspeise: Ameisen und Termiten satt
Ja, es stimmt, wie der Name bereits sagt, ernährt sich ein Ameisenbär auschließlich von Ameisen und Termiten. Und davon reichlich: Bis zu 35.000 Stück am Tag vertilgt ein einzelnes Tier. Nur in Gefangenschaft nehmen sie ab und zu von Menschen etwas Obst an.
Der Ameisenbär hat seinen Heimat in Süd- und Mittelamerika. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Ameisenbären im Amazonasbecken und der nahen Savanne: Den Großen Ameisenbär ) bis zu 30 kg Körpergewicht), den Tamandua und den Zwergameisenbär (wiegt gerademal 280 g). Letztere leben ausschließlich auf Bäumen, die Tamanduas mögen sowohl die Wipfel der Bäume als auch den Boden. Nur der Große Ameisenbär lebt nur auf dem Boden und bevorzugt daher am liebsten Savannen.
Der Schwanz beim Großen Ameisenbär ist buschig und dient ihm gleichzeitig auch zur Tarnung, die anderen Gattungen haben einen zum Klettern.
Sein Verbreitungsgebiet zieht sich von Guatemala bis ins nördliche Argentinien. Ameisenbären haben eine gute Nase, sehen dafür aber ziemlich schlecht. Ihre Beute wittern sie schon aus großer Entfernung. Meist graben sie mit ihren langen Krallen an den Vorderpfoten Löcher in den Ameisen- oder Termitenbau und schlecken die herausströmenden Tiere dann einfach mit ihrer langen Zunge auf. In ihrem Rüssel haben sie keine Zähne, daher zählt man sie auch, zusammen mit ihren nächsten Verwandten den Faultieren, zu den sogenannten Zahnarmen.
Mit ihren langen und scharfen Krallen können sie aber nicht nur Termitenhügel, die manchmal hart wie Beton sein können, zerstören, sondern auch Feinde in die Flucht schlagen. Sie stellen sich auf die Hinterpfoten um mit dem Gegner zu kämpfen, oder sie umarmen ihn und zerfleischen ihm den Rücken, was ihnen wohl auch den Namen Bär eingebracht hat. Die einzigen natürlichen Feinde des Ameisenbärs sind der Jaguar und der Puma.
Sie sind vor allem Einzelgänger, die in kleinen Mulden oder eben auf den Astgabeln der Bäume rund 15 Stunden pro Tag ruhen. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie mit ungefähr drei Jahren. Bis dahin bleiben sie bei der Mutter. Diese bringt normalerweise ein einzelnes Junge zur Welt, das sie dann nach der Geburt auf hrem Rücken mit sich trägt und rund sechs Monate säugt.
Ameisenbären sind äußerst friedliebende Tiere, die aber auch durch den schwindenden Lebensraum des Amazonas und der Bejagung durch den Menschen gefährdet sind.




