Das Pfeilgift Curare
In jedem klischeebehafteten Hollywoodfilm sehen wir böse, blutrünstige Eingeborene ihre Opfer mit vergifteten Pfeilen aus Blasrohren abschießen. Auch wenn die Darstellung dieser Kulturen höchst unzutreffend ist, so ist doch eines wahr, die Jagd mit Pfeilgift. Und Curare ist vor allem bei den Amazonasvölkern das Beliebteste.
Curare ist der Oberbegriff für eine bestimmte Art von Gift. Es kann aus den Blättern und Rinden verschiedener südamerikanischer Lianenarten hergestellt werden. Daraus wird dann ein Extrakt gewonnen, das dann über Feuer eingedickt wird. Curare kann man aber auch aus bestimmten Fröschen (hierzu später mehr
) gewinnen.
Egal wie, es ist ein hochwirksames Nervengift, das die Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln unterbricht. Das so getroffene Tier stirbt innerhalb kürzester Zeit an Atemlähmung.
Bei vielen Völkern darf Curare nur von einem bestimmten Heiler hergestellt werden, wobei das Rezept von Stamm zu Stamm unterschiedlich ist. Das fertige Gift wird dann auf kleine Pfeile gestrichen, die meist mit einem Blasrohr auf die Beute geschossen werden. Nach dem Antrocknen ritzen viele Völker noch eine Kerbe hinter die so präparierte Pfeilspitze, damit der Pfeil nach dem Treffer abbricht und nur die vergiftete Spitze stecken bleibt.
Da Curare nur wirkt, wenn es in die Blutbahn gelangt, ist der Verzehr der so getöteten Tiere absolut unbedenklich.
Auch die Europäer machten Experimente mit dem im 18. Jahrhundert mitgebrachten Pfeilgift und verwendeten es sogar eine Zeitlang erfolgreich als Muskelrelaxanz in der Medizin.
Es ist eine sehr typische und faszinierende Art zu Jagen, die dicht am Kreislauf der Natur bleibt.
sehr gutes Referat. Ich habe so eine Jagt mal selbst mit erlebt.Deshalb kann ich noch anmerken, dass alles der wahrheit entspricht.Das Gift wirkt inerhalb von
3-4 Minuten.
Hey =)
Ich muss in Bio einen zeitungsartikel über die wirkung von curare schreiben, dein artikel hat mir jetzt ein paar ideen für einen interessanten einstieg gegeben. danke =)


