Das Nationalgericht von Uruguay: Gramajo
Südamerikanische Essgewohnheiten mögen für uns teilweise wohl etwas gewöhnungsbedürftig sein. Und so wird es vielen wohl auch mit dem Nationalgericht Uruguays Gramajo gehen, da es ungewöhnlich kombiniert wird und zudem noch, in Zeiten des bei uns einkehrenden Schlankheitswahns, eine echte Kalorienbombe ist.
Nichtsdestortrotz werden Freunde des fetten Essens und des Fast Foods hier voll auf ihre Kosten kommen. Und sind wir mal ehrlich: Fett ist einfach ein Geschmacksträger…
Wie auch hierzulande ist auch in Uruguay und anderen Ländern Südamerikas, z.B. Argentinien, Pommes Frites eine beliebte Beilage, “Papas” genannt. Nur sind sie meist viel dünner geschnitten als bei uns. Gramajo wird meist zum Abendessen gegessen, das in Uruguay meist ab 22 Uhr stattfindet.
Hier nun also das Rezept für Gramajo:
Ihr braucht dafür:
- 300 g Pommes Frites
- 100 g geräucherter, durchwachsener Schweinespeck (in Stückchen)
- 100 g Kochschinken in Scheiben
- 2 feingehakte Zwiebeln
- 100 g Erbsen aus der Dose
- 3 Eier
- 50 g Doppelrahmfrischkäse
- Salz
- Pfeffer
- Petersilie
Zuerst die Zwiebeln und den Speck ein wenig in Öl anbraten. Dann den in Streifen geschnittenen Schinken und die abgetropften Erbsen (wer keine Erbsen mag, die müssen nicht sein) dazugeben.
Nun schlägt man die Eier und gibt das Ganze unter rühren in die Pfanne. Mit Salz und Pfeffer würzen, wer will kann auch noch etwas Chili hinzutun. Das Ganze nun ein wenig wie Rührei anbraten. Anschließend gibt man den Doppelrahmfrischkäse hinzu und vermischt nochmal alles gut miteinander.
Sobald alles fester geworden ist, gibt man die noch warmen Pommes mit in die Pfanne und brät nochmal alles schön an.
Vor dem Servieren alles mit Petersilie bestreuen. In Urugauy ist man dazu manchmal als Beilage auch Weizenkleie.
Guten Appetit!


