Das Gürteltier
Jeder kennt sie, und wenn nicht aus freier Wildbahn, dann zumindest aus einem Zeichentrickfilm: die kleinen gepanzerten Gürteltiere, die sich bei drohender Gefahr mal schnell zu einer Kugel zusammenrollen können. Aber diese faszinierenden Tiere sind nicht nur drollig. Sie sind durch ihre Abwehrmechanismen erstaunlich gut geschützt und an ihre Umwelt angepasst.
Sie sind die einzige Säugetierfamilie, die von den sogenannten Gepanzerten Nebengelenktieren bis heute überlebt hat. Es gibt Gürteltiere schon seit über 1o Mio. Jahre in Südamerika. Langsam haben sie sich aber auch nach Mittelamerika ausgebreitet. Damals waren Tiere ihrer Art noch rund 2 m lang und 270 kg schwer.
Heute bringen die größten von ihnen, die Riesengürteltiere, bei einer Länge von einem Meter gerade mal 60 kg auf die Waage. Die kleinste Art ist der Gürtelmull: 15 cm lang und 100 g schwer.
Vor allem im Süden Südamerikas, also in Brasilien, Bolivien, Argentinien und Paraguay, sind die Armadillos (spanische Bezeichnung, “Die Gepanzerten”) weit verbreitet.
Fast die gesamte Körperoberfläche ist von einem Panzer aus Horn- und Knochenplatten umgeben, der in der Haut gebildet wird. Dieser Panzer besteht aus einzelnen Platten, der die durch Hautlappen verbunden werden. Dies bildet den “Gürtel” und bietet dem Tier optimale Beweglichkeit. Bei drohender Gefahr rollen die meisten von ihnen sich wirklich zu einer Kugel zusammen. So sind sie rundum geschützt und kein Fressfeind, außer der Jaguar, kann den Panzer durchbrechen.
Mit ihren 15 cm langen Krallen halten sie den Rekord der größten Krallen im Tierreich. Diese dienen zur Verteidigung, zum Graben ihrer Höhlen und zur Nahrungssuche. Gürteltiere können sich sogar durch Beton buddeln. Termiten, andere Insekten oder wirbellose Tiere stehen vor allem auf ihrem Speiseplan.
Faszinierend ist auch, dass bei der Fortpflanzung Gürteltierweibchen die befruchteten Eizellen monatelang im Körper speichern können, bevor die weitere Entwicklung folgt. So schützen sie den Nachwuchs vor schlechten Zeiten und Bedingungen.
Über diese drolligen Tiere gäbe es noch viel zu erzählen.
Weitere Infos findet ihr daher unter guerteltier.de…

