Das Amazonasbecken - Teil 5 Abholzung und Zerstörung
In den letzten Beiträgen konnte ich euch hoffentlich einen Eindruck vermitteln wie riesig, faszinierend und wichtig das Amazonasbecken ist. Doch wie wir alle wissen ist dieses gewaltige und für unseren Planeten lebenswichtige Ökosystem in Gefahr.
Und die Hauptbedrohung ist mal wieder, wie könnte es auch anders sein, der Mensch. Ein Problem stellen zunächst mal die Kleinbauern dar, die entlang des Amazonas leben. Brasilien ist ein teils sehr armes Land. Und wer in den Megacities keine Arbeit findet, geht häufig in den Urwald um dort mit Landwirtschaft sein Glück zu versuchen. Dafür roden sie riesige Flächen an Dschungel, denn in Brasilien wird nicht festgelegt, wem ein Stück Land im Amazonasbecken gehört.
Nun haben sie sich ein Stück Land zum Leben und Bewirtschaften geschaffen, doch der Wald lebt von einer sehr dünnen Humusschicht, die nach knapp drei Jahren abgewirtschaftet ist. So ziehen die eh schon armen Bauern, die auch mit der Landwirtschaft nicht wirklich Geld verdienen können, weiter und roden das nächste Gebiet.
Doch dieses Problem ist im Vergleich mit der Ausschlachtung des Regenwaldes durch globale Konzerne relativ gering. Sie zerstören gigantische Flächen um dort Monokulturen anzubauen oder Rinderzucht zu betreiben. Und diese Rinder und all die anderen Masttiere wollen ja nun auch was fressen. Dazu wird wieder Wald gerodet um Soja anzubauen. Menschen brauchen zudem ja unbedingt exotische Hölzer… Und auch das Aushängeschild der westlichen Umweltpolitik, der Biosprit, ist nur eine Farce. Denn wo kommt denn dieser Treibstoff her? Richtig, er wird auf einer zerstörten Fläche Dschungel angebaut. Und dies nicht zu knapp. Inzwischen ist die weltweite hohe Nachfrage an Biosprit einer der Hauptzerstörungsgründe geworden… (Neben der Viehzucht, die rund 70% des vernichteten Regenwaldes einnimmt) Und alles nur um unser scheinbarr grünes Gewissen zu beruhigen und um täglich kiloweise Fleisch in unseren nimmersatten Körper zu schaufeln. Bravo!
Und auch der Fluss selbst wird nach und nach zerstört. Goldgräber haben in der letzten zehn Jahren mehr als 2000 Tonnen Quecksilber in den Amazonas geleitet. Dies kann Erbschäden wie Missbildungen und tödliche Vergiftungen hervorrufen.
Ein weiterer Aspekt ist eine einsetzende Dürre, hervorgerufen durch den Treibhauseffekt. (Hierzu nähere Infos in einem guten Artikel bei Telepolis…)
So zerstören wir für unsere tägliche Dosis Pseudo-Luxus nach und nach unsere Lebensgrundlage.
Doch in den letzten Jahren widmen sich einige Organisationen dem Schutz des Regenwaldes und auch die südamerikanischen Regierungen wachen nach und nach auf.
Wer nun mehr über die Zersörung des Regenwaldes wissen will oder vielleicht sogar etwas tun möchte, schaut beispielsweise auf globalforestwatch.org.

