Das Amazonasbecken - Teil 2 Bevölkerung
Die Bevölkerung des Amazonasbeckens hat mehr und mehr mit Konflikten zu kämpfen. Ihr Land ist von Vernichtung und Rodung stark bedroht. Wobei dies nicht nur den sogenannten Naturvölkern so geht, sondern auch den etlichen Kleinbauern.
In der Region um den Amazonas leben über 22 Millionen Menschen, davon sind nur noch ein kleiner Teil indigene Völker. Allein in Brasilien lebten vor ein paar Jahren noch zwei Millionen Indios, so sind es heute mittlerweile nur noch 325.000. Diese Verbleibenden unterteilen sich nochmal in 150 verschiedene Völker, die alle unterschiedliche Sprachen sprechen.
Diese leiden vor allem an der Zerstörung der Natur und der Abholzung des Regenwaldes. Da ihre Kultur untrennbar mit der Natur verbunden ist, raubt man ihnen so ihre Existenzgrundlage.
Sie sind eigentlich Nomaden und betreiben eine Art von Wanderfeldbau, d.h. sie verlassen nach ein paar Jahren ihre Felder wieder um woanders ihre Hauptnahrungsmittel wie Früchte oder Maniok anzubauen. Die verlassene Gegend wird nach einiger Zeit wieder zu Urwald. Ansonsten ernähren sie sich von der Jagd oder dem Fischfang. So bilden sie eine perfekte Einheit von Mensch und Natur.
In den letzten Jahrzehnten brachten meist westliche Goldsucher und Siedler neue Krankheiten mit in die Gebiete der indigenen Völker. Epidemien wie der Grippe oder der Tuberkulose waren und sind sie schutzlos ausgeliefert.
Doch auch unter den restlichen Bewohnern Amazoniens haben sich riesige Konflikte entwickelt.
Während des Kautschukbooms um 1900 herum, kamen die sogenannten Ribeirinhos, die Uferbewohner, in die Gegend um den Amazonas um dort vom Kautschukanbau zu leben. Später kamen Siedler hinzu, die von der Regierung zur Erschließung der Region Grundstücke zum Ackerbau zugewiesen bekommen hatten. Diese Farmer und Viehzüchter roden riesige Flächen Dschungel um neue Anbauflächen zu erschließen.
So entziehen sie aber allen Kleinbauern, die mit den Pflanzen des Dschungels, also beispielsweise Kautschuk oder Früchten, ihr täglich Brot verdienen, die nach und nach die Lebensgrundlage.
Infolgedessen entwickelten sich große Spannungen, die auch noch durch die westliche Abholzungs- und Weidepolitik stark geschührt werden.
Das Amazonasbecken wird also nach und nach zu einer bedrohten Region. Nicht nur für die Tiere und Planzen, sondern auch für den Menschen.
… Fortsetzung folgt: Teil 3 - Tiere und Pflanzen…
Hallo sira,
so genau kann man das nicht sagen, da es stärker bewohnte Regionen und eben weniger.
Die Zahlen variieren also von beispielsweise ca. 7,3 Einw./km² in Bolivien und ca. 20 Einw./km² in Brasilien.
Einen groben Querschnitt zu machen ist bei diesem Gebiet nicht sinnvoll, da auch so viele km² einfach Wasser sind.
LG, Nina
Wie leben die Ureinwohner im Amazonas?
Wo können sie (Ureinwohner) heute noch frei leben?
Wo gab es auch in der Vergangenheit größere Eingriffe\Übergriffegegen die Ureinwohner?
Danke schon jetzt.
LG, Jo

