Cubagua: Eine der Inseln unter dem Winde

Autor: Nina

Die venezolanische Insel „Cubagua“ gehört gemeinsam mit der „Isla Margarita“ und „Coche“ zum Bundesstaat „Nueva Esparta“ und bildet die kleinste und am wenigsten bevölkerte Insel des Staates. Menschen auf der Suche nach Abgeschiedenheit und Ruhe sind hier sicherlich richtig. Tourismus ist nicht vorhanden, ebenso wie eine funktionierende Infrastruktur.

Christopher Columbus war der erste Europäer, der die Insel, die zu Venezuela gehört, entdeckte. Die Europäer begannen das äußerst wertvolle Perlenvorkommen auszuschöpfen. Des weiteren wurde die Insel als Quelle für Fische und Austern genutzt. Damit ist sie ein Symbol für die ausbeutende Kolonialisierung der Europäer. Die sogenannten „Conquistadores“ zwangen die indigenen Bevölkerung der Inseln nach Perlen zu tauchen und so ihr Leben zu riskieren.

Cubagua: Insel unter dem Winde

Cubagua gehört zu den „Inseln unter dem Winde“. Im Vergleich zu den „Inseln über dem Winde“ stehen sie nicht unter dem Einfluss des Nordost-Passats, woraus ein sehr trockenes Klima resultiert. Geprägt durch dieses gibt es nur eine begrenzte Vegetation. Verschiedene Kakteenarten bestimmen das Bild der Insel. Cubagua hat eine elliptische Form und Küsten mit steilen Klippen. Vereinzelt existieren auch Sandstrände. Ruhe fernab jeglicher Zivilisation statt Massentourismus ist, was man auf der Insel vorfindet.

„Nueva Cádiz“ auf Cubagua

Auf Cubagua liegt auch die Ruine einer der ersten Städte, die die spanischen Kolonialherren in Amerika errichteten. „La Villa de la Nueva Cádiz“ hatte einst eine Bevölkerung von 1.500 Menschen. Die Bevölkerung – oder viel mehr die Europäer – lebten hier von Perlen und dem Fischfang. 1541 wurde die kleine Stadt vollends von einem Erdbeben und einer Flutwelle vollends zerstört. Seit dem Ende der 70er Jahre sind die Ruinen als Nationales Monument und als Synonym für die Ausbeutung durch die Kolonalherren geschützt.

Cubagua als Symbol der Ausbeutung

Kaum eine Tatsache zeigt, wie wenig das Leben der indigenen Völker aus Sicht der europäischen „Herren“ wert war. Ausbeutung und Arbeit unter härtesten Bedingungen prägten den Alltag der Arbeiter.




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