Cristina Fernández de Kirchner - Endlich wieder eine Frau im argentinischen Präsidentenamt

Autor: Nina

Christina Fernandez de Kirchner bei Amtseinweihung © wikimedia

Cristina Elisabet Fernández de Kirchner hat am 10. Dezember 2007 das argentinische Präsidentenamt als Nachfolgerin ihres Mannes Néstor Kirchner angetreten und ist so nach vielen Jahrzehnten wieder die erste Frau im argentinischen Präsidentenamt.

Sie ist Mitglied der Peronistische Gerechtigkeitspartei PJ, die man jetzt unter Kirchner als christdemokratisch-sozial einstufen kann (Vergleiche mit unserem Parteiensystem sind eher heikel, soll hier aber dem näheren Verständnis dienen). Kirchner will kontinuierlich an der Politik ihres Mannes festhalten, der die Wahl zu einer zweiten Amtszeit abgelehnt hat.

Cristina Fernández de Kirchner, 1953 in La Plata geboren, hat Rechtswissenschaften studiert und wurde in den siebziger Jahren Mitglied der Peronistischen Partei. Mit der Wahl ihres Mann 1987 zum Bürgermeister von Río Gallegos begann sie selbst sich politisch zu engagieren. Nach dem Einzug in das Regionalparlament von Santa Cruz, vertrat sie die Provinz in der Abgeordnetenkammer des Argentinische Kongresses. Schließlich wurde sie in den Senat gewählt.

Während der Amtszeit ihres Mannes fungierte sie ihm als wichtige Beraterin und war zudem Chefin der Mehrheitsfraktion des Senats. Nach und nach hat ihr Mann sie als seine potentielle Nachfolgerin aufgebaut und sie wurde schließlich mit 45,3% zur neuen Präsidentin Argentiniens gewählt.

Aber ihre Regierung ist im Land durchaus umstritten. Viele Einwohner gingen gar nicht zur Wahl, obwohl dies in Argentinien Pflicht ist, und so kam es zur niedrigsten Wahlbeteiligung seit Wiedereinführung der Demokratie.

Das größte Problem ist wohl, dass das argentinische Parteiensystem extrem zerrüttet ist. Die ehemalige sozialdemokratische Regierungspartei UCR hat nur noch sehr wenige Anhänger und ist somit chancenlos und in der Peronistischen Partei streiten sich rechte und ultrarechte Flügel.

Aber immerhin ist es Néstor Kirchner zu verdanken, dass sich Argentinien langsam beginnt sich von der schwersten Wirtschaftskrise der vergangenen hundert Jahre zu erholen. Doch die Inflation ist nach wie vor sehr hoch und wird wohl Cristina Fernández de Kirchner am meisten Schwierigkeiten bereiten.

Man kann nur hoffen, dass Argentinien mit Frau Kirchner den zwar langsamen, aber aufsteigenden Kurs fortführen kann.




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