Cinebrasil - Brasilianisches Filmfest 2008 in Berlin
In den letzten Jahren haben einige Initiativen versucht den brasilianischen Film auch hier in Deutschland bekannter zu machen. So auch Cinebrasil, die seit 2005 Events, Kinoabende und Filmfestivals organisieren. Und immer mehr Leute kommen auf den Geschmack.
So gibt es auch dieses Jahr wieder ein Filmfestival. Gezeigt werden ab heute Abend 20 Filme und sechs Kurzfilme, die einen Überblick über 20 Jahre brasilianische Filmgeschichte vermitteln und sich dabei auch kontrovers mit der Geschichte des Landes auseinandersetzen.
Die Filmreihe “O Negro no Cinema Brasileiro“, die ebenfalls seit dem Jahr 2005 besteht hat ihren Schwerpunkt dieses Mal auf Filmproduktionen aus Bahia. Zwei Filmemacherinnen aus Bahia werden auch für Diskussionen anwesend sein.
Der Kernschwerpunkt des diesjährigen Festivals liegt aber auf dem Thema “Leben in Zeiten der Unterdrückung“. Diese Filme beschäftigen sich mit der Zeit der 20-jährigen Militärdiktatur Brasiliens. Das Spektrum reicht dabei von der Bearbeitung authentischer Begebenheiten bis hin zu Filmen, die einfach das Leben zu dieser Zeit schildern. Hierzu wird es auch einen Diskussionsabend zum zum Thema “Die Jahre der Militärdiktatur in Brasilien” geben.
Noch bis zum 19. November können Interessierte das Festival in den Kinos der Hackeschen Höfe und in den Kantkinos in Berlin besuchen.
Eröffnet wird das Festival auch diese Jahr wieder mit einer Größe der brasilianischen Musik: Am Samstag spielt Luiz Melodia im Pfefferberg Haus.
Wer von den Berlinern keine Lust hat das Cinebrasil Festival zu besuchen, hat übrigens jeden Mittwoch in den Kinos der Hackeschen Höfe die Möglichkeit einen ausgewählten brasilianischen Film zu besuchen.
Und, wer nicht in Berlin sitzt, hat dieses Jahr auch Glück, denn zum ersten Mal wird das Cinebrasil Festival auch mit verkürztem Programm auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen.
Also, lasst euch auf den brasilianischen Film ein. Ihr werdet nicht enttäuscht sein!

