Chichen Itza – Weltwunder auf Yucatan

Autor: Nina

Chichen Itza ist eine Ruinenstätte auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Sie gehört zu den bedeutendsten Tempelstätten auf der Welt. Zudem gehört sie zu den sieben Weltwundern der Neuzeit.

Chichen Itza auf Yucatan gehört zu den Sieben Weltwundern der Neuzeit ©Flickr/ramonbaile

Laut eines Manuskripts von Chumayel wurde die Anlage zwischen 435 und 455 errichtet. Die etwa 100 Kilometer östlich von Merida liegende Tempelstätte wurde erstmals um etwa 879 erwähnt. Heute sind nur noch die Ruinen von Chichen Itza zu bestaunen.

Chichen Itza - Hauptstadt des Maya-Reiches

Chichen Itza wurde ursprünglich von Priestern und von Regierungsfunktionären bewohnt, da die Anlage zur damaligen Zeit nämlich auch die Hauptstadt des Maya-Reiches war. Im Gegensatz zu anderen indigenen Völkern existieren die Maya auch heute noch. Sie leben hauptsächlich auf Yucatan, in Honduras, Belize und Guatemala.

Die Maya verließen Chichen Itza zwischen 680 und 690. Erst als die Tolteken die Anlage in Beschlag nahmen, erlebte sie abermals einen Aufschwung. Im Mittelpunkt der Tempelanlage Chichén Itzá befindet sich äußerst imposante Stufenpyramide, in deren Inneren sich sich einst ein aus Stein gefertigter und rot angestrichener Jaguar befand. Die Augen des Tieres waren aus Jade und man vermutet, dass er einst der Zierde des Throns des Hohepriesters diente.

Monumentales Bauwerk - Eines der Sieben Weltwunder der Neuzeit

Im Inneren des Kriegstempel befinden sich 1.000 Säulen, die mit Maskenreliefs geschmückt sind. Im Besonderen erkennt man am Kriegstempel die Vermischung des Baustils der Maya und der Tolteken, wodurch eine einzigartige Einheit entstand.

Im Süden der Tempelanlage befindet sich eine Kirche, die auch als Iglesia bezeichnet wird. Unmittelbar daneben befindet sich der Schneckenturm Caracol, der vermutlich als Observatorium genutzt worden war. Innerhalb der Tempelmauern befinden sich 12 Ballspielplätze.

Der Cenote-Brunnen - Opferstätte

In Chichen Itza befinden sich zwei Cenoten-Brunnen, von denen einer der heilige Opferplatz war. Auf dem Boden dieses Brunnens fand man viele Schmuckstücke und auch Jade sowie Gold. Weiterhin wurden mehr als 50 Skelette geborgen, die die Reste von geopferten Personen darstellen.

1988 erklärte die UNESCO die Tempelanlage zum Weltkulturerbe. Heute ist sie ein bedeutender Anziehungspunkt für Touristen und der am zweithäufigsten besuchte archäologische Ort in Mexiko.




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