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Cerro Negro: Wie Wagemutige den aktiven Vulkan Nicaraguas herunter surfen

Autor: Nina

Der Cerro Negro ist einer der aktivsten Vulkane Südamerikas und jetzt auch ein Paradies für Extremsportler. Sandsurfen heißt der Trend in Nicaragua, auf dem schwarzen Lavagestein stürzen sich Touristen in die Tiefe, getragen von einer Art Surfbrett.

Im Städtchen Leon nimmt der Adrenalinkick seinen Anfang. Von hier aus beginnt die Tour rauf auf den jüngsten Vulkan des Landes. Nicht selten endet das Abenteuer mit Knochenbrüchen und Schürfwunden.

Der Cerro Negro

Fast 728 Meter geht es rauf, bis der Krater des Feuerspuckers erreicht ist. Mit dem Schlot des aktiven Vulkans im Rücken und dem 41 Grad steilen Abhang vor sich, steigt das Adrenalin. Bevor es in die Tiefe geht, kann aber noch die wunderbare Aussicht genossen werden, auf die Vulkankette Cordillera de los Maibios, deren schwarzes Lavagestein sich vom Grün der Landschaft und dem Blau des Himmels abhebt.

Fast eine Stunde dauert es den Vulkan zusammen mit dem Holzbrett, das später zum Surfbrett umfunktioniert wird, zu erklimmen. Zurückgehen ist da keine Option. Bei den Temperaturen, die in Nicaragua herrschen, lässt einen auch die Vorfreude auf den kühlen Fahrtwind die Angst ein wenig vergessen.

Dann kann die Abfahrt der besonderen Art endlich beginnen.

Sandsurfen am aktiven Vulkan

Das Sandsurfen an sich ist nicht neu und bereits in den Wüsten dieser Welt eine Attraktion für Touristen. Am Vulkan in Nicaragua surft man aber nicht auf weichem, weißen Sand, sondern schwarzem schroffen Vulkangestein. Entsprechend gefährlich kann das Abenteuer werden, ein Sturz zieht meist kaputte Haut mit sich, schlimmstenfalls auch Knochenbrüche.

Im orangen Schutzanzug kann die Tour dann losgehen. Mit 50 km/h geht es auf einem einfachen Sperrholzbrett abwärts. Während der Abfahrt wird man in eine Wolke aus Staub und Lavasteinchen gehüllt, oberstes Gebot ist deshalb: Mund zu. Angstschreie helfen hier oben sowieso nicht. Trotz der Risiken, des Staubs und der Angst: Wer den Schritt aufs Surfbrett wagt, den Vulkan mit seinem flüssigen und brodelnden Gestein im Innersten bezwingt, der erlebt ein Abenteuer, dass er nie wieder vergisst.



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