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Autor: Nina

Blick auf den Zuckerhut © Phillie Casablanca

Neben dem Cristo Redentor, der Christusstatue auf dem Corcovado, ist der Zuckerhut das wohl berühmteste Wahrzeichen Rio de Janeiros. Jährlich kommen tausende von Besuchern hierher um den malerischen Ausblick über die Stadt und das Umland zu bewundern.

Seinen Namen verdankt der Zuckerhut wahrscheinlich seiner Form. Er sieht eben aus wie ein Zuckerhut. Aus portugiesisch, der Landessprache Brasiliens heißt er “Pao de Acúgar”, was soviel heißt wie “Brot aus Zucker”. Dass die Brasilianer im allgemeinen eine Vorliebe für Süßes haben ist ja bekannt. Das Land ist der zweitgrößte Zuckerproduzent weltweit und noch mehr sogar verbrauchen die Brasilianer (pro Kopf circa 53 Kilo Zucker jährlich).

Seilbahn zum Zuckerhut © Phillie CasablancaDoch so süß und einladend der Name auch klingt, mit seinen 396 m hat er dermaßen Steile Hänge, dass ein Aufstieg normal zu Fuß gar nicht möglich ist. Man sollte für das Erklimmen schon ein ordentlicher Bergsteiger sein.

Doch zum Glück gibt es eine Seilbahn zum Gipfel. Die Einheimischen nennen die Drahtseilschwebebahn “O Bondinho”. Das Besondere an ihr ist, dass sie fast rundherum verglast ist, so dass man schon bei der Fahrt hinauf einen genialen Ausblick hat. Sie arbeitet sich in zwei Etappen gen Gipfel. Der erste Abschnitt wurde 1912 erbaut, der zweite, der dann schließlich bis ganz nach oben fährt, erst ein Jahr später.

Die steilen Drahtseile der Bahn haben anscheinend schon immer die kühnsten Fanatsien in den Köpfen der Menschen ausgelöst. 1967 fuhr ein Deutscher mit seinem Motorad die Seile hinauf und 1977 wagte ein Drahtseiltänzer es bis zum Gipfel darüber zu balancieren. Auch die Filmindustrie war nicht minder fasziniert. In “Moonraker” kämpft 007 (Roger Moore) während der Seilbahnfahrt zum Zuckerhut gegen seinen Widersacher mit dem eisernen Gebiss.

Blick vom Zuckerhut © Phillie CasablancaOben angelangt hat man schließlich einen atemberaubenden Blick über Rio de Janeiro. Auf der rechten Seite sieht man die Bucht von Guanabara. Links erstrecken sich die Traumstrände Copacabana, Ipanema und Leblon. Schaut man in dieser Position geradeaus sieht man die Christusstatue auf dem Corcovado.

Wer Rio de Janeiro besucht, darf sich eine Fahrt auf den Zuckerhut nicht entgehen lassen.

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Autor: Nina

Fluss Amazonas © L.Marcio Ramalho

Fast kein anderes Gebiet auf der Welt steht so für Dschungel und Artenvielfalt wie das Amazonasbecken im nördlichen Teil Südamerikas. Die einen halten es für eine unerträgliche und wilde grüne Hölle. Andere wiederum lassen sich von der enormen Artenvielfalt dieses faszinierenden Ökosystems beeindrucken.

Hauptverkehrsweg des Amazonas: Wasser © AmetxaDas Amzonasbecken verdankt seinen Namen logischerweise dem Fluss Amazonas, der mit seinen über 100.000 Nebenflüssen das gesamte Gebiet speist. Er umfasst ein Fünftel des Süßwassers der Erde und ist somit das größte Flusssystem der Welt.

Durch diese enormen Wassermassen konnte der größte zusammenhängende Regenwald unseres Planeten entstehen. Das warm-feuchte tropische bis subtropische Klima mit Temperaturen von 20 bis 28°C und einer hohen Niederschlagsrate bietet die idealen Lebensbedingungen für eine unglaublich große Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Amazonas © GidsickiWohl über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde kommen hier vor. Auf weniger Quadratkilometern gibt es mehr Pflanzenarten als in ganz Europa. Man schätzt, dass es im Amazonasbecken zwischen fünf bis zehn Millionen verschieden Arten gibt, davon an die 750.000 Insekten-, 40.000 Wirbeltier- und 250.000 Pflanzenarten. Und erst ein Bruchteil von ihnen ist erforscht oder gar entdeckt worden.

Das Gebiet des Amazonasbeckens zieht sich übrigens über neun südamerikanischen Staaten: Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru, wobei zwei Drittel der Fläche in Brasilien liegen.

Amazonasbecken © GidsickiUnd dieses faszinierende Ökosystem, das so wichtig für das Weltklima ist, ist vom Aussterben bedroht. Um so mehr muss man sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. (dazu mehr in Teil 5…)

Viele Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, die einem einen Einblick in diese beeindruckende Welt geben können. Von Survivaltouren über Kreuzfahrten gibt es für jeden Geschmack etwas. Näheres unter zum Beispiel amazonasreisen.de.

Dieses grüne Paradies muss unbedingt erhalten bleiben!

…Fortsetzung folgt: Teil 2 - Bevölkerung… ;-)

mehr auch unter: einfach-sehenswert.de

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Autor: Nina

Cristo Redentor von unten © wili hybrid

Die meisten Brasilianer sind sehr gläubig. Und so ist es auch kein Wunder, dass DAS Wahrzeichen Rio de Janeiros die Christusstatue, Cristo Redentor, ist.

In 704 m Höhe breite Christus seine Arme mit einer Spannweite von 28 m vom Berg Corcovado über die Stadt aus. Dieses 30 m hohe Wahrzeichen kann man von überall in Rio aus sehen und auch der Blick von oben ist gerade bei guter Sicht atemberaubend. Man sieht den Zuckerhut, das Zentrum der Stadt und die Bucht von Botafogo.

Cristo Redentor © midimanDie Entwürfe für die Statue stammen von einem brasilianischen Bauingenieur. Die Finanzierung teilten sich die Erzdiösese Rio, der Vatikan und Frankreich. Der Kopf und die Hände wurden sogar von einem französischen Bildhauer bei Paris gefertigt. Die gesamte Statue besteht aus Stahlbeton, der mit Speckstein überzogen wurde. Das Gesantgewicht beträgt 1145 Tonnen.

75 Jahre nach seiner Einweihung im Jahr 1931 wurde der Cristo Redentor 2006 zum katholischen Wallfahrtsort erklärt. Außerdem zählt er zu den “neuen sieben Weltwundern”.

Touristen kommen normalerweise mit der Zahnradbahn, die an der Rua Cosme Velho 513 startet, zum Gipfel des Corcovado. Viele davo nehmen auch an dem Gottesdienst teil, der in einer kleinen Kapelle im 8 m hohen Sockel der Statue stattfindet.

Besonders abends ist der Ausblick über die beleuchtete Stadt zu empfehlen. Es ist nur schade, dass man hier oben, bei so vielen Touristen nie wirklich zur Ruhe kommen kann.

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Autor: Nina

Nazca-Figur © The boy with the thorn in his side

Fliegt man über die Wüste der Provinzen Nazca und Palpa in Peru kann man aus der Luft merkwürdige Figuren im Stein erkennen. Manche dieser Bilder sind bis zu 100 m groß und stellen zum Beispiel Menschen, Affen, Wale oder Vögel dar. Dies sind die berühmten Scharrbilder von Nazca.

Seit ihrer doch erst sehr späten Entdeckung in den 1920er Jahren beflügeln diese Bilder im Stein die Fantasie der Wissenschaftler. Heute ist man sich so gut wie sicher, dass die Linien zur Zeit der Nazca-Kultur um rund 200 v. Chr. bis 600 n. Chr. entstanden sind.

Nur dank des sogenannten Wüstenlacks sind diese Linien heute noch erhalten. Dieses rote Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden hat die Figuren überzogen und sie vor Erosion und den Zeichen der Zeit geschützt.

Nazca-Linien © procsilasDoch es ist immer noch unklar zu welchem Zweck sie dienten und wie sie überhaupt entstanden sind. Wie konnten sie zu damaligen Zeiten so riesige präzise und gerade Linien auf dem Fels entstehen lassen?

Die Theorien reichen von Aliens über eine Sportarena und einem Kalender bis hin zu einer religiösen Stätte. Manche Linien sind nach Sonnenwendpunkten ausgerichtet, was für den Kalender sprechen könnte. Sie könnten ebenso als religiöse Pfade gedient haben, die die Menschen immer wieder abgelaufen sind, vielleicht als eine Art Meditation, Gebet oder symbolischer Opferweg.

Am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass ihnen eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung zukam.

Nazca © The boy with the thorn in his side1994 wurden die Nazca-Linien von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute kann man die meisten Figuren nur aus dem Flugzeug bestaunen, da das betreten bei vielen inzwischen verboten ist. Sie wurden durch Fuß- und Autospuren teilweise zerstört und mussten aufwendig restauriert werden.

Wozu auch immer sie genau gedient haben. Die Nazca-Linien faszinieren die Leute auch nach über tausend Jahren noch.

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Autor: Nina

Lima am Pazifik © cvander

Im Westen Perus, zwischen dem Pazifischen Ozean und den Anden im Osten, liegt die Hauptstadt des Landes , Lima. Sie ist die weit größte Stadt Perus, ein wichtiger Verkehrs- und Handelsknotenpunkt und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch kulturell hat diese Stadt also viel zu bieten: zahlreiche Museen und interessante Bauwerke, mehrere Universitäten und Hochschulen und auch das Theater- und Nachtleben ist nicht zu verachten.

Militärparade in Lima © tinou baoNoch bevor die Spanier Südamerika zu kolonialisiern begannen, war die Gegend um Lima die bevölkerungsreichste. 1535 gründete dann der spanische Eroberer Francisco Pizarro hier eine Siedlung und die Ureinwohner wurden als Sklaven zum Städtebau gezwungen. 1542 entstand dann um Lima als Hauptstadt das spanische Vizekönigreich Peru, das das riesige Gebiet der heutigen Länder Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay umfasste.

Zu Zeiten der Inquisition wurde Lima das Zentrum der Zwangschristianisierung der indigenen Völker und tausende von Scheiterhaufen brannten hier. Das Gold und Silber des besiegten Inkareiches lies die Stadt zu einem unermesslichen Reichtum gelangen.

1821 konnten Rebellen unter der Führung von José de San Martín schließlich die Unabhängigkeit Perus erreichen. Eine Industrialisierungswelle setzte ein und 1951 wurde hier sogar die erste südamerikanische Eisenbahnstrecke eingeweiht.

Lima © rednuhtDie von den Spaniern aus Afrika zusätzlich eingeschifften Sklaven, die indigene Bevölkerung und die weißen Siedler bildeten im Laufe der Jahre mit Gastarbeitern aus China eine multikulturellen Mixtur, die der Stadt ein einzigartiges Flair verleiht.

In der Altstadt vermischen sich der Kolonialstil der Spanier mit Resten der indigenen Kulur. Die Kirche und das Kloster San Francisco werden zum Beispiel als best erbautes Architekturdenkmal gesehen. Aber auch die Kathedrale ist nicht minder interessant. Hier soll in einem Glassarg der Gründer der perunainische Hauptstadt Pizarro liegen.

Das Goldmuseum, in dem man Stücke aus der Goldschmiedekunst der indigenen Andenvölker und auch Stücke des legendären Inkagoldes bewundern kann. Aber auch das archäologische Museum “Rafael Larco Herrera” ist mit seiner weltweit größten Sammlung vorspanischer Kunst sehr interessant.

Dadurch dass Lima eine Universitätsstadt ist blüht das Nachtleben. Aber auch kulinarisch kommt man voll auf seine Kosten. Einheimische Spezialitäten mischen sich mit der europäischen, vor allem der spanischen, Küche.

Lima ist eine faszinierende Stadt, auch wenn sie mehr und mehr unter Beton und Verkehr verschwindet. Grün ist diese Stadt leider nicht. Trotzdem gibt es viel Interessantes zu entdecken.

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Autor: Nina

Anden © quinetDie Anden sind mit 7.500 Kilometern Länge die längste Gebirgskette der Welt. Sie verlaufen entlang der südamerikansichen Westküste von Venezuela im Norden über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien bis zum südlichsten Ende Chiles.

Der Aconcagua in Argentinien ist mit 6.962 Metern der höchste Berg der Anden. Die Gebirgskette ist extrem erdbebengefährdet. Wohl auch weil sie ein Ort starker vulkanischer Aktivitäten ist. Hier liegen die höchsten Vulkane der Erde, zum Beispiel der Monte Pissis in Argentinien mit einer Höhe von 6.795 Metern. Postvulkanische Erscheinungen wie Geysire prägen ebenfalls das Landschaftsbild.

Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru © Fran-cis-caDas Klima vom Fuße der Anden bis zu den Gipfeln variiert enorm. So sind die Täler vom dicht bewachsenen tropischen Regenwald gekennzeichnet. Aufgrund des extrem heißen und feuchten Klimas ist dieser Raum nur spärlich besiedelt.

Kommt man weiter nach oben, dünnt sich der Regenwald langsam aus und geht in einen tropischen Höhenwald über, von dem weite Teile aber dem Ackerbau weichen mussten. Dieser Bereich in 2.000 bis 3.500 Metern Höhe ist der Hauptsiedlungsraum der Anden.

Lamas © Fran-cis-caAlles, was höher liegt, befindet sich jenseits der Baumgrenze und wird vor allem als Weideland für die Lamas und Alpakas benutzt. Bei ca. 5.000 Metern beginnt dann die Schneegrenze.

Andenbewohner © blablaurghKulturell unterscheiden sich die Andenvölker sehr von den im Flachland und im Urwald lebenden Einwohnern. Das Zentrum des Inkareiches befand sich im mittleren Teil der Anden und ihre Spuren sind in der heutigen Kultur der Andenbewohner noch sichtbar. Aber am bekanntesten sind sie wohl für ihre von Flöten geprägte Musik.

Reiseunternehmen bieten inzwischen Abenteuertrips durch die Anden an.    [...mehr]


Autor: Nina

Moais © flickr / Phillie Casablanca

Die Osterinsel gehöhrt zu Chile und liegt ungefähr 3500 km von der chilenischen Küste entfernt im Ostpazifik. Seit 1995 ist sie, oder besser gesagt ihr Nationalpark Rapa Nui, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Insel ist eine der artenärmsten weltweit. Da sie nie zu einer kontinentalen Landmasse gehörte, gibt es dort noch nicht einmal 30 verschiedene Samenarten. Erst der Mensch hat Nutzpflanzen mitgebracht und angefangen diese dort zu kultivieren.

Moai am Strand © flickr / Phillie CasablancaSeit der Besiedlung gibt es hier nicht einmal mehr zehn Vogelarten und Säugetiere wurden von den Menschen komplett eingeführt. Bis heute ist es unklar wie und wann genau die ersten Menschen auf die Insel kamen (man schätzt ungefähr um 1000 n. Chr.). Die ersten Europäer besiedelten das Eiland erst Ende des 17. Jahrhunderts.

Der Tourismus hat sich auf der Osterinsel erst seit 1967 langsam etabliert. Man erreicht sie ausschließlich per Flugzeug von Santiago de Chile oder Tahiti aus. Das hat aber auch den Vorteil, dass man hier wirkliche Abgeschiedenheit fern vom Tourismusstress in kleinen Privatpensionen oder Hotels finden kann.

Osterinsel zwischen gestern und heute © flickr / Mike Licht, NotionsCapital.comAm berühmtesten ist die Osterinsel aber wohl für ihre einzigartigen Steinstatuen, die sogenannten Moais. Die Wissenschaftler streiten sich heute immer noch um den eigentlichen Zweck dieser mysteriösen Riesen aus Stein. Man nimmt an, dass sie nicht älter als 1500 Jahre alt sind und einem Ahnenkult dienten. Sie stellen konkrete Personen dar, die vielleicht gestorbene Vorfahren oder berühmte Häuptlinge darstellen sollen. Jeder Moai steht auf einem Podest, das an eine Zeremonialplattform erinnert, wie man sie aus der polynesischen Kultur kennt.

Die Osterinsel ist deshalb so faszinierend, da man nur sehr wenig über sie weiß. Man kann sich der geheimnisvollen Atmosphäre der Moais hingeben oder einfach die Ruhe der Insel genießen.

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Autor: Nina

Santiago Panorama 2

Umgeben von den Gipfeln der Anden, am Fluss Rio Mapocho, liegt Santiago de Chile. Die chilenische Hauptstadt ist das unumstrittene politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Ungefähr vierzig Prozent aller Chilenen leben hier oder in der näheren Umgebung.

Von spanischen Konquistadoren 1541 unter dem Namen Santiago de la Nueva Extremadura gegründet, war Santiago de Chile die erste feste Siedlung Spaniens in Chile. Sie diente den Siedlern vor allem zum Schutz im lange andauernden Kampf mit den Mapuche-Indianern.

Da Chile insgesamt über zwei Jahrhunderte in spanischer Händen war - die Unabhängigkeit wurde erst 1818 erreicht -, findet man hier zahlreiche europäische Einflüsse. Für Besucher Santiagos mag die Kombination aus südamerikanischer Lebensweise und schweren europäischen Bauten einen verlockenden und interessanten Eindruck vermitteln.

Die Innenstadt ist ein Musterbeispiel für spanischen oder europäischen Bau- und Stadtplanungsstil. Sie ist in regelmäßigen Rechtecken angeordnet und man findet hier einige der beeindruckensten Gebäude, zum Beispiel die Kathedrale, deren fast gesamtes Inventar von bayrischen Jesuiten stammt, oder das Teatro Municipal, barocker Gebäudekomplex mit klassischen französischen Wandelgängen.
Am im Verwaltungsviertel liegenden Präsidentenpalast La Moneda, in dem sich Salvador Allende 1973 das Leben nahm, erinnern noch immer Einschusslöcher an den Putsch General Pinochets und seine Schreckensdiktatur, die erst 1989 endete.

Santiago NachtAll diese kulturellen und politischen Einflüsse ziehen auch viele Künstler und Kunstschaffende nach Santiago de Chile. Es gibt unzählige Galerien, Theater und Museen. Auch das Nachtleben profitiert von der südamerikanischen und europäischen Vielfalt. Die Nächte werden garantiert lang!

Dies hier ist natürlich nur ein kleiner Teil dessen, was Santiago de Chile zu bieten hat. Das reiche kulturelle Angebot, die Künstler- und Studentenviertel und die reiche Geschichte begeistern Jung und Alt garantiert. Wenn man die Gelegenheit hat, schaut man sich die Stadt am besten selbst an!    [...mehr]


Autor: Nina

Ushuaia auf Feuerland

Eine Segeltour um die „Tierra del Fuego“, das Land des Feuers ist für Freunde der Segelschifffahrt ein kaum zu überbietendes Erlebnis. Mit dem Segelschiff durch die Magellanstraße, die die Inselgruppe vom südamerikanischen Festland trennt und dann zurück um Kap Hoorn bis sich der Kreis schließt. Das klingt nach Abenteuer, nach Geschichten von Seefahrern, Entdeckern und Eroberern, die wir in unserer Jugend verschlungen haben. Es handelt sich zwar heute um ein, man könnte sagen ‚gezähmtes Abenteuer’, dennoch ist diese Reise immer noch etwas ganz besonderes.

In Ushuaia, der am weitesten im Süden gelegenen Stadt überhaupt, erwartet uns die nur etwa 20 Meter lange Segelyacht, die nun doch etwas klein wirkt in der Weite des Meeres und ein leicht mulmiges Gefühl im Magen verursacht. Bei näherer Bekanntschaft mit Schiff und Besatzung legte sich das aber sehr schnell.

Buchten vor FeuerlandDie Vorteile eines kleinen Seglers beweisen sich im Laufe der Umrundung Feuerlands immer wieder. Stille Fjorde erlebt man mit einem Segelschiff in ihrer ursprünglichen Ruhe, kleine Kanäle hinein ins chilenische Festland können problemlos befahren werden. Immer wieder Landgang an schönen Buchten, Spaziergänge durch die unberührten uralten Wälder vor dem Hintergrund der Kordilleren.

Durch die, bei etwas stürmischerem Wetter nicht ganz einfach zu durchfahrende Magellanstraße, hilft heute ein starker Dieselmotor - Entdecker und Piraten waren hier allein auf ihre Segelkünste angewiesen. Auch die Umrundung von Kap Hoorn hat ihren Schrecken verloren. Mehrere Wochen dauerte sie damals und viele Schiffe kamen nicht mehr zurück. Heute bleibt nur der schaurige Gedanke, dass unter unserem Segelboot der größte Schiffsfriedhof der Welt liegt

Leuchtturm vor FeuerlandDie Fahrt um Feuerland wird keinen Augenblick langweilig. Chiles Vulkane beeindrucken aus der Ferne genauso wie die in der Sonne strahlenden Gletscher, die bis ins Meer reichen. Sandstrände, bedeckt mit unzähligen Muscheln. Ranger-Stationen, einsame Farmen und von der Welt abgeschnittene kleine Dörfer, die nur per Schiff erreicht werden können bieten uns ankommenden ‚Seeleuten’ immer einen freundlichen Empfang.

Ein unvergessliches Erlebnis und jedem abenteuerlustigen seefesten Zeitgenossen weiterzuempfehlen.    [...mehr]


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