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Autor: Nina

Isabel Allende vor Poster ihres Onkels © flickr / ·Mabel·Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima, Peru geboren. Sie gehört heute zu den berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt und ihre Bücher werden in über 27 Sprachen übersetzt.

Man darf Isabel Allende nicht mit ihrer Namensvetterin und Cousine verwechseln, die in Chile Politikerin ist. Als Nichte von Salvador Allende ist aber auch die schreibende Isabel immer an Politik interessiert.

Sie verbringt ihre Kindheit mit ihren zwei Geschwistern größtenteils in Santiago de Chile. Als sie drei Jahre alt war haben sich ihre Eltern getrennt, so dass die Kinder mit Mutter und Großmutter allein aufwachsen. 1953 heiratet ihre Mutter einen chilenischen Diplomaten und die Familie beginnt in der Weltgeschichte herumzureisen. Isabel geht u.a. in Bolivien und im Libanon zur Schule.

Isabel Allende mit ihren zwei Kindern © flickr / ·Mabel·1962, nach ihrer Rückkehr nach Santiago de Chile, heiratet sie ihren ersten Ehemann Michael Frìas. Ein Jahr später kommt ihre Tochter Paula zur Welt. Die kleine Familie bereist für ein paar Jahre die Welt und lebt kurzzeitig in Brüssel und Genf.

Nach der erneuten Rückkehr nach Chile 1966, wird ihr Sohn Nicolàs geboren. Isabel arbeitet nun als Journalistin, ab den siebziger Jahren auch fürs Fernsehen. Zusammen mit anderen Frauenrechtlern gründet sie die feministische Zeitschrift “Paula”. Außerdem engagiert sie sich für die linke Volksfront-Regierung ihres Onkels Salvador Allende, schreibt eine satirische Kolumne und für eine Filmzeitschrift und ist Herausgeberin eines Kindermagazins.

Sie beginnt nach und nach Stücke und Kindergeschichten zu veröffentlich. Als im Alter von 99 Jahren ihr Großvater im Sterben liegt, beginnt sie ihm Briefe zu schreiben, aus denen sich das Manuskript für ihren Debütroman “Das Geisterhaus” (1981) entwickelt.

1988 trennt sie sich von ihrem Mann und heiratet Willie Gordon, mit dem sie seither in den USA lebt.

Als 1992 ihre Tochter stirbt, schreibt sie ihr zu Ehren ihr Buch “Paula”, das als das emotionalste und sprachlich beste Werk gilt.

Isabel Allende ist eines der bedeutendsten Sprachrohre Lateinamerikas und schafft es immer wieder auf Ungerechtigkeiten in ihrer Heimat aufmerksam zu machen, ohne deren Schönheit zu vernachlässigen.

Weitere Werke von Isabel Allende sind u.a.: “Von Liebe und Schatten” (1984), “Eva Luna” (1987), “Fortunas Töchter” (1998), “Die Stadt der wilden Götter” (2002) und “Im Bann der Masken” (2004).    [...mehr]


Autor: Nina

Capoeirista © flickr / tbondolfi

Südamerika ist nicht gerade für seine Kampfkunst bekannt. Zu unrecht… Der brasilianische Capoeira erfreut sich mehr und mehr auch in unseren Breitengraden großer Beliebtheit.

Wohl keine andere Kampfkunst vereint Kampfsport so dynamisch mit Akrobatik, Musik und Tanz, Kreativität und Improvisation, Rythmus und Reaktionsfähigkeit wie der Capoeira.

Er wurde im 18. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven, die nach Brasilien verschleppt wurden, entwickelt. Da ihnen die Ausübung jeglichen Kampfsports verboten war, tarnten sie die Kämpfe durch Musik und Tanz. Die Rythmen dienten den Sklaven zusätzlich dazu sich gegenseitig unbemerkt vor herannahenden Kolonialherren zu warnen.

Capoeira © flickr /  irene.nobregaDer Capoeira setzt sich aus drei wichtigen Komponenten zusammen: dem Kampf, der Musik und der sogenannten Roda. Jeder Capoeira findet in der Roda statt, einem Kreis aus Capoeiristas und Musikern, die die jeweils zwei Kämpfenden umringen und anfeuern. Die zahlreichen akrobatischen Bewegungen, eingesprungenen und gedrehten Tritte werden von immer wiederkehrenden und schneller werdenden Rythmen begleitet und versetzen die Kämpfer in eine tänzerische Ekstase.

Heute ist der Kampf bei den Capoeiristas wohl eher ein “Spiel” , da sich die Kämpfenden nach Möglichkeit nicht berühren und durch gezielte und überraschende Manöver den Gegner zu überlisten versuchen. Es geht eher um einen ausdrucksstarken Dialog der beiden.

Zuschauern bietet der Capoeira ein beindruckendes akrobatischer Schauspiel, von dessen Rythmen und Feuer man sich gern anstecken lässt.



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Autor: Nina

Trikot brasilianische Nationalmannschaft

Südamerika ist fußballverrückt, das ist keine Neuheit. Doch welche der Nationen auf der Südhalbkugel ist fanatischer, wenn es darum geht, das Runde in das Ecke zu balancieren? Brasilien ist mit bisher fünf Weltmeisterschaftstiteln Rekordweltmeister in seinem Nationalsport.

Brasilianische FansJedes Kind kann Fußball spielen und an jeder Ecke in den brasilianischen Städten wird der Sport ausgeübt. Pelé, Ronaldo und Ronaldinho sind nur einige Namen von Fußballern, die auch über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt sind. Doch wie sieht es weiter südlich der Copacabana aus? Im Nachbarland Argentinien ist Fußball nicht weniger bekannt und beliebt. In diesem religiösen Land wird ein Tor mit der Hand mal eben mit der “Hand Gottes” entschuldigt, wenn ein Spieler wie Diego Maradona anstatt des Fußes einen anderen Körperteil benutzt.

Zahlreiche Profivereine verteilen sich über das gesamte Land von Buenos Aires bis Feuerland, doch nur zwei Vereine werden bei den Fans wirklich wahr genommen: Boca Juniors und River Plate, beides Mannschaften aus der Hauptstadt. Der eine reich und elitär, der andere aus einem Armenviertel mit dem Ehrenmitglied Maradona. Wenn diese beiden Teams im so genannten Superclasico aufeinander treffen, dann gibt es im gesamten Land kein Halten mehr.

Dieses Ereignis ist bei den Argentiniern nur noch dadurch zu übertreffen, indem die Nationalmannschaft gegen den portugiesischsprachigen Nachbarn aus dem Norden antritt. Brasilien gegen Argentinien ist immer ein hochbrisantes Duell der beiden südamerikanischen Spitzenvereine. Treffen diese beiden Mannschaften aufeinander, sei es in der Weltmeisterschaft oder in der Südamerikameisterschaft, dann herrscht auf den Straßen beider Länder der Ausnahmezustand. Und egal, wie das Spiel ausgeht: Unentschieden steht es immer, wenn es um die Fußballverrücktheit beider Nationen geht.    [...mehr]


Autor: Nina

Regenwald am Amazonas

Das südamerikanische Amazonastiefland ist ungefähr so groß wie ganz Europa. Etwa 1,5 Millionen Menschen, die zu über vierhundert verschiedenen Naturvölkern mit unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Gebräuche gehören, haben hier ihre Heimat. Ihre der Natur angepasste Lebensweise ermöglichte bis heute den Erhalt der riesigen Vielfalt an Pflanzen und Tieren des Amazonasgebietes.

Alter MannAmazonien ist das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde und berührt zahlreiche Staaten Südamerikas. Die meisten Naturvölker des Amazonasgebietes leben von der Jagd, vom Fischfang und vom Sammeln von Waldfrüchten. Brandrodungsfeldbau und Gemüsegärten vervollständigen die Ernährung. Die begrenzten Ressourcen, die der Regenwald bietet, lassen nur kleine Ansiedlungen zu, da große Gebiete zur Ernährung weniger benötigt werden. Die Bewohner des Regenwaldes verfügen über ein immenses Wissen über Bodenbeschaffenheiten, Pflanzen und Tiere und deren Zusammenhänge und auf der Basis dieses Wissens funktioniert ihre Land- und Waldwirtschaft, ohne Schäden zu verursachen.

Naturvolk am AmazonasFast überall ist das ursprüngliche Leben der Naturvölker Amazoniens heute jedoch bedroht durch das Vordringen der sogenannten Zivilisation. Durch das Gebiet der Yanomani im Regenwald Venezuelas wurde eine Autobahn gebaut, Erdölunternehmen auf der Suche nach neuen Ölquellen dringen in die Wälder ein, Goldsucher, Siedler, Viehzucht, Sojaanbau und Holzfäller sind eine allgegenwärtige Bedrohung für das Leben und die uralte Kultur der Naturvölker. Die Deni-Indianer kämpften 18 Jahre für eine Markierung ihres angestammten Territoriums. Nur eine staatliche Anerkennung der Grenzen bietet etwas Schutz vor der Rodung des Regenwaldes im Amazonas und kann den Einwohnern helfen.

Nur wenige Naturvölker im Amazonasgebiet leben heute noch in einem geschlossenen System in der Abgeschiedenheit des Regenwaldes. Und auch ihnen droht durch die Berührung mit der fortschreitenden „Zivilisation“ der Verlust ihres Lebensraumes und ihrer Kultur. Nicht nur die Zerstörung des Regenwaldes muss, von den klimatischen Gründen einmal abgesehen, deshalb dringend gestoppt werden. Auch Expeditionen zu den wenigen noch von der Zivilisation unberührten indigenen Völkern sollten unbedingt eingestellt werden, auch wenn die Berichterstattung über ihre Lebensweise noch so interessant und populär ist.    [...mehr]


Autor: Nina

Karneval in Rio

Musik, Samba und gute Laune liegt den Brasilianern einfach im Blut. Da muss es uns Europäer einfach in grenzenloses Staunen versetzen, wenn man erlebt, wie die Menschen den Karneval in ihrem Land zelebrieren und eine Woche ekstatisch feiern.

Samba TänzerinIn den Städten wie Rio de Janeiro oder Sao Paulo findet der Karneval in riesigen Arenen statt. Ein ganzes Jahr lang arbeiten die einzelnen Samba-Schulen an ihren Choreographien und den prunkvollen Wagen. Der Höhepunkt sind dann die schillernden Paraden. Zwölf Stunden und länger präsentieren die verschiedenen “Escolas de Samba” ihre Programme in der Hoffnung, von den Preisrichtern ein gute Bewertung zu erhalten, und den prestigeträchtige Wettkampf zwischen den Samba-Schulen für sich zu entscheiden. Wer dieses Highlight erleben möchte sollte sich frühzeitig um eine Karte für das Sambadrómo in Rio bemühen, denn die Plätze sind natürlich begehrt.

Ganz anders präsentiert sich der Karneval im Nordosten Brasiliens. In Salvador ist der Straßenkarneval zu Hause. Die Stadt ist erfüllt von Musik und feiernden Menschen. Zu Karneval herrscht quasi der Ausnahmezustand in Salvador. Rund um die Uhr wird gefeiert und wer sich nicht rechtzeitig um ein Bett in der Stadt der Freude gekümmert hat, muss mit exorbitanten Zimmerpreisen rechnen, doch wer will bei einer der größten Partys der Welt schon im Hotelzimmer bleiben.

Samba TänzerinVom Donnerstag vor Aschermittwoch an wird gefeiert. Insgesamt werden zu Karneval 19 Kilometer Straße für den gigantischen Umzug entlang der Uferpromenade gesperrt. Die Stars der brasilianischen Pop-Musik sind alle dabei und heizen den Feiernden mit heißen Rhythmen ein. Ein anderer Zug schlängelt sich durch die engen Gassen der Altstadt, dem Pelourinho. Verkleiden wird sich in Salvador oder Rio jedoch niemand, denn wenn die Jecken in Köln und Düsseldorf frieren herrscht in Brasilien Hochsommer. Hier ist das Motto “Weniger ist mehr”.



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