» Geschichte

Autor: Lars Degen

Jubiläen, auch im Zusammenhang mit Alexander von Humboldt, sind sicherlich immer eine schwierige Angelegenheit, umso mehr je weiter die Ereignisse zurückliegen und man kaum noch einen wirklichen Bezug zum Ursprungsereignis herstellen kann. So feiert Berlin in diesem Jahr die Gründung seiner ältesten Universität benannt nach den Gebrüdern Humboldt.

Zugegebener Maßen lässt einen dies als Student im allgemeinen Tagesgeschäft recht kalt, kämpft man doch mit anderen Widrigkeiten und sähe Ausgaben für Festivalhäppchen als eher zukunftsunrelevante  Bildungsinvestition an. Doch dann fährt man in den Urlaub und dort in México trifft man sich unerwarteter Weise mit seiner Universität oder aber besser gesagt mit einem ihrer Gründer, Alexander von Humboldt, zusammen.

Humboldt und die Universität Havanna

Der besondere Alexander von Humboldts ist leider heute ein wenig in Vergessenheit geraten aber vor Ort immer noch sehr Lebendig. „Dem zweiten Entdecker Amerikas“  so  die von der Universität Havanna 1939 gestiftete Inschrift am Denkmal von    [...mehr]


Autor: Nina

Zu Beginn des Jahrtausends wurden sie als eine historische Sensation gefeiert: Die Pyramiden von Caral. Sie sind eine der ältesten Ansiedlungen des Kontinents, und auch heute Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher, die mehr über die frühzeitliche Kultur Amerikas erfahren wollen.

Pyramiden von Caral

Im Jahr 1994 entdeckten Forscher die Stadt Caral, unweit der Küste Perus, und begannen damit, ihre Überreste und ihre Pyramiden auszugraben und freizulegen. Mit den Pyramiden von Caral trat eine Sensation zu Tage: Es konnte der Beweis angetreten werden, dass auch in Südamerika schon früh eine hochentwickelte Zivilisation entstand. Die Pyramiden werden auf etwa 4600 Jahre geschätzt, und sind somit bedeutend älter als alle vorangegangenen Zeugnisse südamerikanischer Kultur. Mehr noch, die Stadt Caral und ihre Zivilisation konnten mit der Entwicklung in Ägypten, Mesopotamien oder Indien gleichgesetzt werden – eine Sensation.    [...mehr]


Autor: Nina

Das “Valle de la Luna”, in der Atacama-Wüste im Norden Chiles gelegen, gehört zu den wohl beeindruckendsten Wüstenlandschaften unseres Planeten. Für Chile-Reisende bieten die zerklüfteten Felsformationen ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten, das nicht zuletzt in den Abendstunden den Betrachter in seinen Bann zieht.

Wie der Name “Valle de la Luna” bereits vermuten lässt, ähnelt das „Tal des Mondes“ einer sprichwörtlichen Mondlandschaft, die mit ihrer kargen Vegetation jeden Tag eine Vielzahl von Touristen anlockt. Als Teil der Atacama-Wüste ist auch das Tal extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt, so dass Tages- und Nachttemperaturen um mehrere Zehngrad variieren können.

Besonderheiten des “Valle de la Luna”

Diese klimatischen Extreme machen das “Valle de la Luna” zu einem geradezu unwirtlichen Ort, der jeglichen Lebensformen der dort ansässigen Tier- und Pflanzenwelt ein enormes Maß an Anpassungsfähigkeit abverlangt.    [...mehr]


Autor: Nina

Jedes Jahr findet in Caacupé das Fest der Madonna de los Milagros statt. Genau am 08. Dezenber pilgern Gläubige aus ganz Paraguay in das kleine Städchen mitten in Südamerika. Die Wallfahrtskirche von Caacupé ist das religiöse Zentrum Paraguays und somit kein normaler kirchlicher Versammlungsort wie jeder andere.

Wenn einmal im Jahr tausende Pilger sogar aus Brasilien und Argentinien das kleine 10.000-Seelen-Städtchen beehren, feiern die Menschen zusammen das Fest ihrer Schutzheiligen, der Madonne von Caacupé.

Die Legende der Heiligen Jungfrau von Caacupé reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert, als ein von den Franziskanern bekehrter Guaraní von einem verfeindeten Stamm verfolgt wurde. Er schwor bei der heiligen Jungfrau Maria, ihr ein Ebenbild aus eben jenem Holz zu schnitzen, wenn sie ihn beschützte.

Die Madonna von Caacupé

Der Guaraní überlebte und stellte gleich zwei Madonnen her. Die größere ist heute in der Franziskanerkirche von Tobatí untergebracht. Die kleinere Madonna behielt der Mann für sich. 1603 überflutete der Tapaicuá See das gesamte Tal und riss auch die Figur mit sich, doch wie durch ein Wunder tauchte sie wieder auf. Seitdem gilt die Figur als ‘Jungfrau der Wunder‘. Ein Künstler stellt daraufhin eine Skulptur der Madonna mit blauen Augen, goldenem Haar und dem traditionellen blauen Gewand her, welche noch heute jedes Jahr aufs neue von den Gläubigen in Caacupé geehrt wird.    [...mehr]


Autor: Nina

Der Torres Del Paine Nationalpark liegt in Chile in Südamerika und gehört somit zu Patagonien.
Der Torres Del Paine liegt rund 140 km nördlich der Stadt Puerto Natales und grenzt im Norden an Argentinien, im Süden liegt der Nationalpark Torres Del Paine und am Lago Del Torro und im Osten am Lago Sarmiento de Gamboa.

Das Wahrzeichen dieses wunderschönen Nationalparks in Chile ist wahrlich der Torres del Pain, welcher von  drei riesigen, nadelartigen Granitbergen umgeben ist, die zwischen 2200m und 2500 m hoch sind, umgeben ist und das wahrzeichen des Nationalparks darstellen.

Erben der Eiszeit sind dort auch zu finden, denn große Teile des Nationalparks sind bis heute vergletschert – der bekannteste Gletscher ist der große Grey-Gletscher, welcher im Lago Grey kalbt. Auch im Sommer ist dort nie wärmer als 11° und im Winter etwa 1°.

1978 wurde der Nationalpark Torro del Pain zum Biosphären-Reservat erklärt.

Dennoch ziehen sich die Gletscher langsam zurück, denn die letzte Eiszeit in Patagonien endete vor rund 14.000 Jahren.    [...mehr]


Autor: Nina

Archäologen können sich nun über einen weiteren sensationellen Fund freuen: Aus Zufall sind sie über eine noch relativ gut erhaltene Mumie eines Inka-Mädchens “gestolpert”.

Sie waren gerade dabei ein, ein Abflusssystem zu restaurieren, als sie auf eine alte Gruft stießen, in der ein Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren beerdigt war. In diesem Alter war man bei den Inka bereits erwachsen. Die Mumie könnte also einen weiteren Aufschluss über das Leben der Inka besonders in dieser Altersgruppe geben.

Machu Picchu © Flickr/ 00dann

Immer noch gibt es viele Ungereimtheiten, was Machu Picchu oder die Inka angeht, und jeder kleine Fund könnte die Archäologen einen Schritt weiter bringen, eine relativ gut erhaltene Mumie wie diese sogar einen riesigen.

Anhand der Abnutzung der Zähne gehen die Wissenschaftler davon aus, dass sie sich ausschließlich von Körnern ernährt hat. Rund 40 cm unter der Mumie wurden Grabbeigaben wie ein rotes Trinkglas mit dem Zeichen einer Schlange sowie eine Kupfernadel gefunden.

Die Mumie wandert nun weiter ins Labor um näher untersucht zu werden. Sobald es etwas Neues gibt, lass ich es euch natürlich wissen… ;-)

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Autor: Nina

Fast alle sprechen von Machu Picchu, wenn sie an berühmte Anlagen in den Anden denken. Doch es gibt noch zahlreiche anderen historische Stätten, die von größtem Interesse und meist genauso spannend wie Machu Picchu sind. Kuelap im Norden Perus ist solch ein Ort.

Er liegt inmitten der Gegend, die Archäologen als die geheimnisvollste und unerforschteste Gegend Südamerikas nennen. Viele Rätsel liegen hier in den zahlreichen Ruinen, die es alle noch zu entschlüsseln gilt. Kuelap ist zum größten Teil solch ein Rätsel.

Die ehemalige Festung liegt auf 3.000 m Höhe mitten in den Anden und wurde vom Volk der Chachapoya um 1.000 n. Chr. erbaut. Bevor die Inka sie im 15. Jahrhundert überrannten, waren die Chachapoya eine mächtige Hochkultur, von der wir bis heute fast nichts wissen. Und so ist auch der Zweck der Festung von Kuelap noch immer unbekannt. Die einen nehmen an, dass es sich um ein dauerhaft bewohntes Dorf handelte, die anderen gehen davon aus, dass das Volk sich nur in Notfällen zum Schutz und zur Verteidigung hierher flüchtete.    [...mehr]


Autor: Nina

Für alle, die eine launige und dabei noch kurze Zusammenfassung über die Geschichte Perus suchen, habe ich heute ein kleines Video.

Es erinnert mich ein wenig an den NRA-Comic aus “Bowling für Columbine”… Nur dreht es sich eben um die Geschichte Perus. Ihr werdet auch einige Sachen wiedererkennen, über die ich euch hier schon berichtet habe: die Inka oder Fujimori.

Ach, und wen es interessiert, hier gibts das Ganze auch nochmal im spanischen Original…



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Autor: Nina

Am Dienstagabend erlag der frühere argentinische Präsident Raul Alfonsín in seinem Haus in Buenos Aires einem Lungenkrebsleiden. Ganz Argentinien liegt in tiefer Trauer, denn Alfonsín galt bis zu seinem Ende als integrer Politiker und als das Symbol für den Einzug der Demokratie.

Tausende entzünden Kerzen für den 82-Jährigen und Präsidentin Cristina de Kirchner hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

1983 war der linksliberale Raul Alfonsín der erste vom Volk gewählte Präsident nach den Schreckensjahren der peronistischen Militärdiktatur (1976-1983). Damals herrschte zu großen Teilen Aufbruchstimmung, viele wollten die Verbrechen aufarbeiten. Alfonsín hatte sich schon im Vorfeld immer wieder für die Menschenrechte stark gemacht und sorgte nun dafür, dass das Militär zur Rechenschaft gezogen wurde.

Er hob die von den Militärs selbst angeordnete Amnestie auf und ebnete so den Weg für eine Welle von Prozessen. Führende Persönlichkeiten der Militärjunta wurden zu hohen Strafen verurteilt und eine Untersuchungskommission machte die Menschenrechtsverletzungen publik und dokumentierte das Verschwinden von über 10.000 Menschen.    [...mehr]


Autor: Nina

Jeden Tag jonglieren wir wie selbstverständlich mit Begriffen und Wörtern, und dabei ist es doch immer wieder ziemlich interessant wie solche Bezeichnungen entstanden und woher sie kommen. Daher möchte ich euch heute einen kleinen, aber feinen Überblick über die Entstehung der Ländernamen Südamerikas geben.

Bei diesen Namen zeichnet sich logischerweise auch ganz deutlich die Geschichte des Kontinents ab. Sie sind vor allem geprägt durch die europäischen Eroberer, besonders von den spanischen Konquistadoren, und durch die eigentlichen Ureinwohner, die indigenen Völker. Wobei viele Namen sich natürlich im Laufe der Geschichte verändert haben. Ich gehe daher von den heutigen Bezeichnungen aus. ;-)

Argentinien: Als die Spanier den Rio de la Plata sahen, glänzte er in der Sonne wie Silber, daher nannten sie einfach das Land um den Fluss “Silberland”, auf Spanisch: Argentina. Der Ländername leitet sich also von der Farbe des Rio de la Plata und nicht, wie manche meinen, von den Silbervorkommen ab.

Bolivien: Der Name leitet sich vom Befreiungskämpfer Simón Bolívar ab.

Brasilien: Benannt nach der portugiesischen Bezeichnung für den Baum “Pau Brasil” (dt. “Brasiliholzbaum”). Das Holz des Baumes, der heute vom Aussterben bedroht ist, war lange eines der wichtigsten Export-Produkte der Region, da man es in Europa zum Färben von roten Stoffen benutzte.    [...mehr]


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