Das Team von maya-culture.de wünscht euch allen, frohe Ostern und vor allem eine gute und ertragreiche Eiersuche!
Genießt die freien und sonnigen Tage! Vielleicht haben die einen oder anderen von euch auch länger Urlaub und verbringen diesen in Südamerika. Wenn ja, lasst es uns wissen und vor allem wo ihr wart und wie es war.
Die Osterbräuche in Südamerika ähneln unseren europäischen. Klar, viele sind dort auch katholisch oder haben die Bräuche aus der Kolonialzeit übernommen. Ein beliebter Brauch aus Spanien, der in vielen Teilen Südamerikas weit verbreitet ist, ist der “Mona de Pascua“, der sogenannte Osterkuchen, kunstvolle und meist etwas kitschige Kunstwerke aus Schokolade.
Also, nicht zu viel naschen! Bleibt uns weiterhin treu und sagt uns fleißig eure Meinung…
Jaja, Not macht erfinderisch… Oder sollte ich lieber sagen, der Clash der Kommunikationsmittel? Alt gegen neu! Dass man im Knast unbedingt ein Handy braucht, ist ja eigentlich logisch, oder? Nur wie daran kommen?
In Brasilien, genauer gesagt im Gefängnis von Sorocaba, westlich von São Paulo, wurden nun einige Häftlinge kreativ und wollten sich mittels Brieftauben neue Handys direkt in ihre Zellen liefern lassen.
Doch noch bevor die Ware ankam, gelang es den Wärtern den Schmuggel zu verhindern. Innerhalb von zwei Tagen fingen die Beamten zwei Brieftauben ab, die kleine Säcke mit neuen Handys und Aufladegeräten trugen. Fragt sich nur, welche die Polizei nicht entdeckt hat…
Doch so lustig das alles klingt, die Helfer von Außen sind in Brasilien ein echtes Problem. Die inhaftierten Mitglieder von so manchen einflussreichen Banden kann die Haftstrafe nicht wirklich abschrecken, denn dank einigen Helfern, bestochenen Polizisten oder Anwälten, leben die Gefangenen im Knast in ziemlichem Luxus und dirigieren auch ihre Geschäfte von dort aus weiter.
Wobei Brieftauben hier vollkommen neu sind und, das muss man sagen, auch ganz schön einfallsreich… Wer braucht da noch Meldungen zum 1. April?
Seit letzter Woche haben die Bewohner mehrerer kleiner Orte im Süden Chiles mit heftigen Vulkanausbrüchen und Erdbeben zu kämpfen. Nun ist es klar, ein Ort muss für immer verlassen werden.
Im März letzten Jahres brach er das erste Mal wieder aus: der 1.122 m hohe Vulkan Chaitén. Mehrere tausend Jahre über war er still gewesen, doch nun bedeutet dies für die Anwohner die traurige Gewissheit, dass sie nicht mehr in ihre gleichnamige Kleinstadt am Fuße des Vulkans zurückkehren können.
Dienstag letzter Woche, am 17. Februar, ging es los. Heftige Erdbebenerschütterten die Gegend und am Donnerstag war es dann soweit: An der südlichen Flanke des Chaitén brach die Kuppel zusammen, es gab eine seitliche Explosion, riesige Aschewolken traten aus und pyroklastische Ströme gingen ins Tal hinab.
Seitdem spuckt er giftige Dämpfe und Aschewolken von einer Höhe von bis zu 20 km, die sich auf das gesamte Umland legen. Im 5 km entfernten Ort Chaitén mussten nun die 150 Menschen, die dort noch lebten, evakuiert werden.
Seit gestern haben sie erfahren, dass sie nie wieder zurückkehren können, da Forscher mit einer dauerhaften Aktivität des Vulkans rechnen. Die ehemalige Kleinstadt soll nun an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Eine Landschaft, die sicherlich das Bild der Anden in unseren Köpfen geprägt hat, ist das Altiplano. Diese abflusslose Hochebene ist mit einer durchschnittlichen Höhe von 3.600 m über Normalnull eines der höchsten Gebiete dieser Welt, in dem sich Menschen angesiedelt haben.
Etliche Vulkankegel und atemberaubende Sechstausender umringen eine fast schon magisch wirkende Landschaft mit bizarr geformten Salzseen, Gewässern mit Flamingos, grünen Hochmooren und dazwischen immer wieder Flächen, die man so eher auf dem Mond erwarten würde.
Das Altiplano liegt zwischen den Gebirgsketten der West- und der Ost-Anden in Südost-Peru und West-Bolivien und erstreckt sich über eine Fläche von sage und schreibe 170.000 km². Im Norden liegt der berühmte und größte Gebirgssee der Erde, der Titicacasee. [...mehr]
Selbstverständlich werden wir euch auch im nächsten Jahr mit allen möglichen Infos rund um Südamerika (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) versorgen. Zudem gibt es noch viele Tipps und Hinweise über südamerikanische Projekte in Europa, Filme, Bücher etc. Auch die momentan wirklich spannende politische Lage wird uns bestimmt noch hier und da beschäftigen.
In diesem Sinne wollen wir uns auch noch mal herzlich für eure Kommentare, euer Lob und eure Kritik bedanken…
Feiert schön dolle und lasst es ruhig so laut wie in Südamerika zugehen!
Die Flutkatastrophe in Brasilien hat verheerenden Schaden hinterlassen. Immer noch sind viele Menschen ohne ein Zuhause, Strom oder fließend Wasser. Rettungspakete von der Regierung kommen zwar langsam an, doch der Aufbau wird die Leute noch lange beschäftigen.
Gut einen Monat ist es her, dass extrem starke Regenfälle vor allem des Bundesstaat Santa Catarina heimgesucht haben. Fast hundert Menschen verloren ihr Leben bei den Überschwemmungen und Erdrutschen. Tausende mussten ihre Häuser verlassen und alles aufgeben.
Besonders betroffen war die Stadt Blumenau. Das ehemalige historische Zentrum der einstigen deutschen Kolonie ist komplett verwüstet, die Fachwerkhäuser weggespült. 24 Menschen starben allein hier. Die Schulen und Medizinposten sind verwüstet und 12 Brücke und Übergänge in die Region sind zerstört. So ist der Zugang zur Stadt vor allem für Helfer und Hilfsgüter nur schwer möglich. [...mehr]
Heute abend freue ich mich im TV auf ein ganz besonderes filmisches Highlight, das nicht nur für Südamerika-Interessierte sehenswert ist. Arte zeigt ab 21:00 Uhr den Film “Mission” aus dem Jahr 1986, mit Robert De Niro und Jeremy Irons in den Hauptrollen.
Der Film schildert eindrücklich und in imposanten Bildern das Schicksal der Guaraní zu Zeiten der Coquistadores im 18. Jahrhunderts. Damals hatten Jesuiten ihre sogenannten Reduktionen errichtet um die Indigenas, allen voran das Volk der Guaraní, vor den Sklavenhändlern zu schützen und ihnen natürlich wie immer den christlichen Glauben aufzuschwatzen.
Brasilien hat momentan mit einer der schwersten Naturkatastrophen des Landes zu kämpfen. Seit über 50 Tagen regnet es ununterbrochen. Bisher zählen die Behörden 84 Tote und etliche Menschen werden noch vermisst.
Besonders betroffen ist der Bundesstaat Santa Catarina. Allein am Sonntag regnete es soviel wie normalerweise nicht mal den gesamten November über. Der Fluss Itajaí stieg zeitweise über elf Meter über den normalen Pegelstand und immer wieder kommt es zu Erdrutschen und Schlammlawinen, die ganze Orte unter sich begraben.
Mehr als 54.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und 160.000 sind noch immer ohne Strom. Insgesamt 1,5 Millionen sind in Mitleidenschaft gezogen. In der Region wurde der Notstand ausgerufen und Gouverneur Luiz Henrique da Silveira sprach von “der schlimmsten Klimatragödie in der Geschichte Catarinas”.
Wer diesen Blog ab und zu mal verfolgt, merkt, es tut sich was auf diesem wunderschönen Kontinent. Nun hat auch das Fernsehen reagiert: Der Sender 3sat legt seit dem 1. Oktober zehn Tage lang den Themenschwerpunkt auf Südamerika.
Sie versuchen die ganze Bandbreite des Kontinents ein wenig dem Publikum näher zu bringen. Es gibt Dokus über Land und Leute, über Politik, natürlich die Natur und ein schönes Stück Geschichte, die ja eng mit der unseren in Europa verknüpft ist. [...mehr]
Was fällt euch ein, wenn ihr an das Land Suriname denkt? Wie nichts? Die wenigsten wissen wohl, dass es überhaupt in Südamerika liegt. Obwohl es doch bis vor 33 Jahren noch zu einem unserer Nachbarländer gehörte, nämlich zu den Niederlanden.
Die meisten assoziieren Südamerika wohl vor allem mit Spanien oder Portugal, aber noch heute gibt es drei kleine Länder, die sich sprachlich und kulturell, bedingt durch die Kolonialzeit, von ihren Nachbarländern stark abgrenzen, Französisch-Guayana (Amtssprache Französisch), Guyana (Amtssprache: Englisch) und eben Suriname (Amtssprache: Niederländisch).
Suriname ist das kleinste Land Südamerikas. Es liegt zwischen Französisch-Guayana und Guyana und grenzt im Süden an Brasilien. Und auch bevölkerungsteschnisch ist das Land heute nur noch sehr dünn besiedelt, insgesamt nur rund 500.000 Einwohner. Die meisten Menschen leben in und um die Hauptstadt Paramaribo und in kleineren Dörfern und Staädten, die sich um die Gold- oder Bauxitminen des Landes angesiedelt haben. [...mehr]