Candombe – Der uruguayanische Rhythmus

Autor: Nina

Candombe ist der uruguayanische Rhythmus, der von afrikanischen Sklaven in das Land getragen wurde. Der einzigartige Klang wird durch drei unterschiedliche Trommeln erzeugt, die die Menschen zum Tanzen bringen.

Candombe ©Flickr cigumo

Karneval in Südamerika bedeutet, heiße Rhytmen, knapp bekleidete Frauen in sexy Outfits und feiern bis zum Morgengrauen. Die Städte Buenos Aires und Rio de Janeiro stehen in dieser Zeit besonders im Mittelpunkt. Aber auch in Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, wird ausgiebig gefeiert. Hier ist es vor allem der Candombe, der die Menschen animiert.

Der Candombe wurde im 18. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven, die aus dem Kongo, Angola oder Mosambik verschleppt wurden, nach Uruguay getragen. Mit drei verschiedenen Trommeln, die tambor repique, die tambor piano und die tambor chico, kreierten sie einen einmaligen Sound. In den schwarzen Vierteln von Montevideo, den Versammlungsstätten der Sklaven, zelebrierte die afroamerikanische Bevölkerung zum Klang der Trommeln ihre Feste und Zeremonien.

Heutzutage ist der Candombe ein Teil von Uruguays volkstümlicher Kultur und wurde deshalb von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt. Noch immer treffen sich die Trommler am Wochenende in den schwarzen Vierteln, um gemeinsam zu musizieren und zu feiern. Candombe ist nicht nur Folklore, sondern vor allem Gemeinschaftsgefühl und eine große Familie, wo jeder mitfeiern kann.




verwandte Beiträge

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: