Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva

Autor: Nina

Lula da Silva © brasilescolaMit Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien hat ein weiteres Land Südamerikas einen linken Präsidenten, nur schafft dieser es geschickt die Balance zwischen Kapitalismus (IWF und Weltbank) und den eigenen Interessen seiner Arbeiterpartei zu halten.

Luiz Inácio da Silva, der sich auch von seinem Volk beim Spitznamen “Lula” rufen lässt, wurde 1945 in Caetés im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco geboren. Seit 1952 verbrachte er aber den größten Teil seiner Kindheit und Jugend mit seinen sieben Geschwistern in Sao Paulo, wo seine Famlilie in armen Verhältnissen lebte. Er musste mit 12 Jahren die Schule abbrechen und anfangen Geld zu verdienen um der Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Er machte schließlich eine Ausbildung zum Metallfacharbeiter, als was er auch Jahre lang tätig war.

Über seinen Bruder kam er Ende der 60er Jahre in Kontakt mit der Gewerkschaftbewegung. Schnell war er hier sehr engagiert eingebunden und wurde beireits 1969 in den Vorstand gewählt. Er organisierte einige groß angelegte Streiks und saß deshalb auch einen Monat lang im Gefängnis.

1980 gründete schließlich mit einigen Gewerkschaftern und Intellektuellen die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores). Innerhalb von zwei Jahren war sie bereits landesweit vertreten und hatte über 400.000 Mitglieder.

Seit 1989 trat Lula da Silva bei allen Präsidentschaftswahlen erfolglos an. Der Politiker war zwar beim Volk sehr beliebt, aber sein Auftreten als Arbeiter fand nicht bei allen eine Zustimmung.

Zu den Wahlen 2002 verabschiedete er sich vom Image des Arbeiters und schlüpfte in Krawatte und Anzug, zudem stellte er sein Programm zum Loslösen von der Weltbank in den Hintergrund und betonte stattdessen den Kampf gegen Hunger und Armut. Und schwups, war er Präsident… ;-)

Lula da Silva versteht sich sehr gut im Taktieren und in der Diplomatie. Er befriedigt einerseits die Interessen der Arbeiter, indem er zum Beispiel für neue Arbeitsplätze sorgt, verärgert aber andererseits auch nicht den IWF.

Während er Präsident war schaffte er es Brasilien strikt auf Stabilitätskurs zu halten und die Banken erzielten Rekordgewinne.

2006 wurde er zu einer zweiten Amtszeit gewählt. Hoffentlich kann da Silva den Aufwärtstrend Brasiliens halten.




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