Brasilien gelingt Durchbruch in Stammzellenforschung
Stammzellenforschung ist eines der umstrittensten wissenschaftlichen Themen der heutigen Zeit. Die einen sprechen sich vehement dagegen aus, die anderen hoffen wiederum auf die Heilung von schweren Krankheiten. Doch egal, ob dafür oder dagegen, die Länder, die in der Stammzellenforschung Erfolge feiern, können zurecht stolz sein.
Vor allem, wenn es Durchbrüche sind, die die Argumente der Kritiker beherzigen und diese negativen Punkte ausräumen.
Stammzellen sind Zellen im Körper, die noch keine spezifische Aufgabe haben, wie z.B. Haut- oder Nierenzellen. Daher kann man sie noch vielfältig einsetzen. Das bisherige Problem aber war, dass man diese Stammzellen nur in Embryonen oder in deren Nabelschnüren gefunden hat. Um an diese Zellen zu kommen musste man bisher den Embryo töten oder eben mit abgetrieben Föten arbeiten, was bei vielen natürlich heftigste moralische Bedenken auslöste.
Doch dies könnte ab jetzt vorbei sein, denn in Brasilien ist es Wissenschaftlern gelungen sogenannte iPS-Zellen (induzierte Pluripotente Stammzellen) zu gewinnen, d.h. aus adulten menschlichen Zellen können nun auch Stammzellen hergestellt werden. Diese Zellen werden dann auch keine Abstoßungsreaktionen hervorrufen, da sie vom Empfänger selbst stammen.
Brasilien ist nach u.a. Deutschland, den USA und Japan das fünfte Land, das diese Technik beherrscht. Jedoch mit einem kleinen Unterschied: Versuchen die besagten Länder immer noch die Technik für sich zu behalten bzw. Geschäfte damit zu machen, planen die brasilianischen Wissenschaftler der ganzen Welt diese Infos kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Mit diesem neuen Wissen erhoffen sich die Forscher in Zukunft Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer. Ein wirklich faszinierender Durchbruch in der Medizin und nun auch wieder mal Thema in der Politik, da diese Erkenntnisse die alte Debatte im Prinzip überflüssig machen.

