Bolivien: Abstimmung über neue Verfassung am Sonntag
Am Sonntag, den 25. Januar, ist es endlich soweit: Die Abstimmung über die vieldiskutierte Verfassung in Bolivien findet nach langem Hin und Her statt.
Bereits Evo Morales Vorgänger hat den Weg zur neuen Verfassung geebnet. Evo Morales muss sich nun dieser Herausforderung stellen. Und Bolivien hat eine neue Verfassung bitter nötig, denn die alte stammt aus dem Jahr 1967 und ist für das Selbstverständnis der Bolivianer total veraltet.
In ihr wird die kleine Elite des Landes gestärkt, die Indigenas haben fast keine Recht bzw. keinen Platz und Staatsreligion ist dort der Katholizismus, obwohl andere Religionen eine gleichwertige Stellung im Land haben.
Klar, dass die Elite und damit auch die konservative Presse des Landes gegen Morales und die Verfassung sind, denn die Reichen müssten dann einen großen Teil ihres Einflusses abgeben. Dabei geben sie dann schonmal solche, in meinen Augen, anmaßenden Aussagen von sich, wie der Verleger Jorge Carrasco:”…Geschenke an die Armen haben schon in Europa nicht funktioniert.”
Evo Morales, der erste indigene Präsident des Landes, möchte auf der Gegenseite natürlich in erster Linie den armen Indigenas den Rücken stärken…
Bereits in der Präambel zur neuen Verfassung wird die Multinationalität Boliviens betont, wobei allen die gleichen Rechte zugesprochen werden. Desweiteren heißt es, man solle nicht faul sein, lügen oder stehlen und stets gut mit den Mitmenschen zusammenleben. Außerdem stehe die Suche nach einem harmonischen Leben und der Weg der Weisheit der Inka im Vordergrund.
Sonntag wissen wir, ob sich die Verfassung durchsetzen kann. Experten rechnen mit einem 60%-igen Sieg für die Regierung von Evo Morales. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.
Daumen drücken!
Wer mehr wissen will, Sariry Deutschland e.V. haben auf ihrer Seite den Konflikt gut zusammengefasst…


