Berühmte Rallye Dakar dieses Jahr in Südamerika

Autor: Nina

Für viele Motorsport-Fans ist die Rallye Dakar jedes Jahr ein besonderes Ereignis. Letztes Jahr wurde sie jedoch kurzfristig wegen Terror-Gefahr abgesagt. Daher haben die Veranstalter für das diesjährige Rennen einen Ortswechsel beschlossen.

Zum ersten Mal findet das berühmteste Wüstenrennen der Welt nicht in Nord- und Westafrika statt, sondern in Südamerika, genauer gesagt in Argentinien mit einem kleinen Schlenker durch Chile.

Start und Ziel ist in Buenos Aires. Von dort aus starteten am Freitag, den 2. Januar, 188 Autos, 230 Motorräder, 23 Quads und 82 LKW zu dem 9.578 km langen Rennen. In 14 Etappen liefern sich die Teilnehmer noch bis Sonntag, den 18. Januar, einen unterbitterten Wettkampf, denn für alle Fahrer ist dieses Terrain Neuland.

Bei der 30. Auflage der Rallye Dakar haben also alte Hasen keinen großen Wissensvorsprung zu den Neulingen. Besonders für die Beifahrer wird es eine große Herausforderung werden, denn elektronische Navigationshilfen sind nicht erlaubt. An jedem Abend erhalten die Teams das sogenannte “Roadbook” mit besonderen Streckenhinweisen und Orientierungspunkten für den nächsten Tag.

Momentan ist in Südamerika Sommer, so dass das Klima wahrscheinlich noch heißer wird als in Afrika. Zudem geht die Strecke weite Teile durch die Anden, so dass die Fahrer rund 6.000 km Höhenunterschiede überwinden müssen. Dabei stellen dann natürlich auch die Höhenluft, die unterschiedlichen Klima- und Vegetationszonen und die hohe Luftfeuchtigkeit eine zusätzliche Herausforderung dar.

Was für Motorsportfans ein großes Ereignis ist, ist für viele andere aber auch jedes Jahr wieder ein großes Ärgernis. So ist die Rallye Dakar seit jeher umstritten. Besonders in Sachen Klima- und Umweltschutz stellt das Rennen eine große Belastung dar. Und auch die menschliche Verachtung bzgl. des jeweiligen Kontinents wird häufig angeprangert.

Zudem gibt es bei den Rennen auch immer wieder Tote und schwere Unfälle. Seit den Anfängen geht man von mindestens 56 Menschen aus, die für die Rallye ihr Leben opferten.

Egal ob man die Rallye Dakar nun mag oder nicht, man kann in jedem Fall aber auf die Entwicklungen in Südamerika gespannt sein.




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