Aztekenstadion in Mexico-City

Autor: Lars Degen

Mexico City- brodelnde Megapolis und größte Stadt Amerikas beherbergt zugleich eine Unmenge an Schätzen. So unter anderem die Kathedrale der Jungfrau von Guadelupe- ein einzigartiges Heiligtum für Katholiken in ganz Lateinamerika.

Doch damit nicht genug, auch für Anhänger die zweite große Leidenschaft Lateinamerikas, die zuweilen ebenso religiöse Züge annimmt, findet sich in D.F. eine wahre Pilgerstätte. Im Süden der Stadt gelegen spricht man ehrfurchtsvoll vom Koloss von San Ursula (so der Name des Stadtteiles), wenn man vom „Krönungsort“ zweier König des Weltfußballs redet. Kenner wissen natürlich bereits jetzt, dass es sich um keinen geringeren Ort als das legendäre Aztekenstadion handeln kann, welches für Fußballfreunde ein Pflichttermin im Rahmen eines Aufenthaltes in der Hauptstadt ist.

Da es in der Tat ein wenig entfernt vom Stadtzentrum liegt, bietet es sich an entweder ein Taxi vom Hotel/Hostel zu nehmen oder aber man vertraut auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Am einfachsten fährt man mit der dunkelblauen U-Bahn bis zur Endstation Tasqueña, wo sich einem zwei Optionen für die Weiterfahrt bieten. Entweder mit der Straßenbahn (tren ligero) in Richtung Xochimilco ( auch eine Reise wert) bis zur Station Estadio Azteca oder für die etwas Abenteuerlustigeren mit dem Bus, der jedoch inmitten des Trubels dieser Station eher schwer ausfindig zu machen ist, sofern man nicht Spanisch spricht.
Angekommen sieht man von beiden Stationen sofort das riesige Stadion, was an diesen Punkten sogar komplett aufs Foto passt.

Auf dem Vorplatz erspäht man eine Skulptur um die mehrere Leute wimmeln und einem Tickets für Spiele anbieten wollen. Obgleich man bei einem Besuch eines Spieles hier direkt richtig stehen würde, muss man für einen Stadionrundgang  unter der Autobahnunterführung hindurch und dann linkerhand zu Stadion laufen um zum Eingang 1 zu kommen. Dort gelangt man auf das Stadiongelände und hält sich links, bis man zu einem kleinen Kassenhäuschen gelangt, wo man die Karten kaufen kann.

In meinem Fall musste ich mich ein wenig sputen, denn es war bereits m 14:50 und so wie ich es verstand schließt das Stadion um 16 Uhr seine Pforten für Besucher. Nachdem man seine 20 Pesos für die Führung berappt hat, steigt man eine Treppe hinab und steht im Museum des hier ansässigen Vereins C.A. América. Das Museum nimmt nur wenig mehr als einen Raum ein und  beherbergt zahlreiche Exponate aus der Geschichte des Vereins und auch das eine oder andere Stück aus der WM-Geschichte des Stadions ist zu finden. Generell ist jedoch das Museum nicht mit den Museen anderer Vereine wie Barça oder Chelsea zu vergleichen.

Tour durch das Aztekenstadion

Die Tour durch das Stadion dauert ungefähr 30-45 Minuten und man darf in den Innenraum hinabsteigen (nicht den Rasen betreten), besichtigt die Kabine des Vereins und ahmt den Weg zum Spielfeld nach, wobei die Besonderheit ist, das an eine Wendeltreppe hinaufsteigen muss um aufs Feld zu gelangen.  Darüber hinaus wird man mit vielen Fakten versorgt, sofern man Spanisch kann und hat die Chance Unmengen an Fotos zu schießen, in dem Stadion in dem Pelé zum dritten Mal den Coupe Jules Rimet holte und in dem Maradona unsterblich wurde. Vielleicht könnte man noch mehr Dinge zeigen (Katakomben,Logen etc.) aber im Großen und Ganzen ein lohnenswerter Trip, der sich vor allem für Montage eignet, wenn die Museen Mexico Citys geschlossen sind.




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