Auf den Spuren der Inka - Wandern auf dem Inka-Pfad

Autor: Nina

Eine ganz besondere Art Südamerika zu erkunden ist mit Sicherheit der alte Inka-Pfad oder auch Inka Trail genannt. Hier kann man auf den Spuren der einstigen Hochkultur wandeln und wird am Ende mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Einst errichteten die alten Inka ein riesiges Straßennetz durch ihr Reich. Auf mehr als 30.000 km Weg konnten schnell Waren und Informationen vom einen Ende zum anderen transportiert werden. Die sogenannten Chaskis (Quechua), die rennenden Läufer, überbrachten Eilnachrichten in einer enorm kurzen Zeit.

Heute haben vor allem Touristen die Wanderwege für sich entdeckt, wobei einige aber immer noch von  Indigenas regulär genutzt werden. Mit Lamas oder in großen Körben auf dem Rücken werden dann Waren durch die steile Gebirgslandschaft transportiert.

Der heute bekannteste dieser Inka-Wege ist der Inka Trail in Peru, der genau im sagenumwobenen Machu Picchu endet. Er gehört zu den meist begangenen Wegen Südamerikas und auch zu den wohl schönsten. Er beginnt am Ufer des Rio Urubamba und verläuft dann weiter parallel zum Urubamba-Tal über drei Pässe. Die doch sehr anstrengende Tour dauert an die vier Tage. Dafür werden die Wanderer zwischendurch immer wieder mir abwechslungsreichen Landschaften und malerischen Ausblicken belohnt: schneebedeckte Berggipfel, Schluchten mit exotischer Vegetation, seltene Tiere und vor allem immer wieder Ruinen der Inka.

An manchen Stellen könnte man glatt das Gefühl eines Entdeckers bekommen, denn viele dieser alten Zeugnisse sind so in die Vegetation eingebunden, dass man meinen könnte, man sei der erste Mensch seit Jahrhunderten, der sie sieht.

Doch das stimmt natürlich leider so nicht, denn im Jahr 2004 musste die Anzahl der Wanderer auf 500 am Tag begrenzt werden, damit der Inka Trail nicht zu überlaufen ist und so die einzigartige Natur gefährdet wird. Seit 2001 darf man außerdem nur noch in geführten Touren ihn begehen. Übernachtet wird dabei auf extra eingerichteten Zeltplätzen, die meist über fließend Wasser, Duschen und Betten verfügen. Die Tour sollte man auf jeden Fall im Vorfeld buchen, denn der Pfad ist meist schon Monate im Voraus ausgebucht.

Doch ist man erst einmal hier, nimmt man gerne die eine oder andere Strapaze auf sich. Über steile in den Fels gehauene Treppen und alte Holzbrücken über tiefe Schluchten. Am Ende ist man in Machu Picchu und kann sein Glück kaum fassen.

Der Inka Trail ist ein Erlebnis, das man wahrscheinlich nie wieder vergessen wird!




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