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Argentinien – Das Gift aus den Minen

Autor: Nina

Argentinien ist ein wunderbares Reiseland. Doch der Minen-Boom bewirkt vermehrt Widerstände. Die tausend Meter hohen Bergmassive erfreuen sich großer Beliebtheit bei sportlichen Touristen. Doch die Straßen zu einigen Dörfern in Provinzen des Bergbaus werden blockiert, aus Protest.

Die große Goldwelle verspricht Wohlstand. Denn durch den Abbau können Arbeitsplätze geschaffen werden, die wiederrum sorgen für neue Straßen, Bildung und eine Perspektive. Die Anwohner sind nicht ganz so optimistisch.

Minen in Argentinien – giftiges Gold?

Metalle, ob Gold, Silber oder Kupfer, die Technikindustrie boomt und braucht ständig Nachschub. Die Preise sind deshalb explodiert, die Ausschürfungen werden ausgeweitet. Wo auch immer Metalle vermutet werden, wachsen riesige Firmen und Häuser, werden Investoren willkommen geheißen. Lateinamerika ist ganz vorne dabei. Brasilien exportiert Mengen an Eisen, Chile ist der Kupferlieferant und Peru liefert Silber.

Die Dorfbewohner haben bisher vor allem von der Landwirtschaft gelebt. Wein wurde angebaut, Getreide und Gemüse. Das Problem ist, dass sie oft vertrieben werden, um Platz zu machen für den Bergbau und dass die Umwelt leidet, sagen die Bewohner. Und das ist nicht nur in Argentinien so, sondern schlägt in ganz Lateinamerika um sich. Seit über einer Dekade tobt der Kampf, und er wird größer. Die Menschen schließen sich zusammen, normale Bauern und Ureinwohner kämpfen gegen Industrieriesen. Auch der Sojaanbau in Brasilien steht im Mittelpunkt vieler Kritiker.

Die alten Minen in Argentinien sind eine Touristenattraktion

Metalle aus den Bergen zu holen ist eine sehr alte Tradition, Teil der Geschichte. Manche ausrangierten Minen sind jetzt für Touristen zugänglich, über 4000 Meter hoch fährt man mit einer Gondel. Das Problem mit den neuen Mienen sind die gesprengten Gesteinsmassen. Das Gestein wurde früher einfach groß gelassen und abtransportiert, jetzt wird es zermalmt und mit Wasser vermischt. Ein Gesteinsschlamm entsteht, der das Wasser unbrauchbar macht. Denn die Chemikalien lösen die Metalle aus dem Gestein. Bei Gold hat sich das giftige Zyanid durchgesetzt. Es gibt Beispiele, bei denen ganze Seen ausstarben, als die giftigen Stoffe durch Dammbrüche und ähnliches in die Umwelt gelangten. Man hört viele Nachrichten, wie der Regenwald und die Natur in Lateinamerika kaputtgemacht werden.

Die großen Firmen sagen dass alles mechanisch getrennt wird. So stellt sich die Frage, wer recht hat. Heutzutage lässt sich das einfach nachprüfen. Eine örtliche Gruppe von Ärzten prüfte Krankheiten, stellte Statistiken auf. Knochenkrebs, Multiple Sklerose und Atemwegserkrankungen standen auf der Liste. Die Häufigkeit lag über dem Durchschnitt. Doch die Gerichte haben bisher alle Klagen abgelehnt.

Die zwei Seiten der metallenen Münze

Die Bergarbeiter haben Gegendokumente, sprechen vom Frust der Bewohner. Dass die Arbeitsplätze, Krankenhäuser und Schulen nicht aus dem Boden sprießen erklären sie damit, dass das eben Anfangsprobleme sind. Dann kamen Vertreter der Mienen und boten Geschenke, wenn man unterschreibe, dass man für die Mienen ist. Manche haben angenommen, andere nicht. Und damit wurden die Dorfgemeinden zerteilt. Jetzt kämpfen auch dort zwei Fronten. Eine Lösung ist nicht in Sicht.



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