Amerika-Gipfel - Erstes Zusammentreffen von Barack Obama und den lateinamerikanischen Staatschefs
Was war das vor vier Jahren ein Chaos? Der letzte OAS-Gipfel, auch als Amerika-Gipfel bekannt, endete in einem totalen Fiasko. Doch dieses Wochenende soll alles anders werden.
Vor vier Jahren fegte erst einmal ein Sturm über den Tagungsort im argentinischen Mar del Plata. Und wie ein Sturm donnerten auch die Politiker und die begleitenden Volksproteste: Hugo Chávez mal wieder außer Rand und Band, ein beleidigter George W. Bush, eine Schlussbestimmung, die nicht einmal die Gastgeber unterzeichnen wollten und dann noch massive Proteste von Seiten der Bevölkerung, denen sich dann gleich ein paar Regierungschefs anschlossen. Alles andere als kommunikativ und friedlich.
An diesem Wochenende treffen sich nun die 34 amerikanischen Staats- und Regierungschefs erneut und diesmal soll alles anders werden. Zum ersten Mal trifft der neue US-Präsident Obama in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, auf die südamerikanischen Regierungsvertreter und die setzen große Erwartungen in ihn. Es soll endlich wieder zu einem Dialog kommen.
Obama kündigte bereits im Vorfeld an, dass er als erstes einmal zuhören möchte, spätestens seit Jimmy Carter nicht gerade eine Stärke der USA, besonders, wenn es um ihren “Hinterhof” Südamerika geht. Bisher war dieser Kontinent nämlich nur zum Ausbeuten da. Was andere sagten oder wollten, im Speziellen die Bevölkerung und deren Vertreter, war egal. Obama will nun alles anders machen.
Doch immer noch ist Kuba vom Treffen ausgeschlossen. Dies wird wohl eines der Hauptthemen des OAS-Gipfels werden. Chávez hat bereits angekündigt daraus einen “Kuba-Gipfel” zu machen und traf sich am Donnerstag mit den Regierungschefs von Bolivien, Ecuador, Honduras und Nicaragua um eine Taktik vorzubereiten. Auch Brasiliens Präsident Lula da Silva plant das Thema Kuba ins Gespräch zu bringen.
Obama hat daraufhin gleich mal angekündigt die immer noch vorherrschenden Reisebeschränkungen für Exilkubaner zu lockern. Doch das ist wohl nur ein winzig kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Es bleibt also spannend. Ich werde euch hier natürlich berichten, wie der Gipfel verlaufen ist und vor allem ob und was er gebracht hat.

