Beiträge vom: September, 2010

Autor: Nina

Candombe ist der uruguayanische Rhythmus, der von afrikanischen Sklaven in das Land getragen wurde. Der einzigartige Klang wird durch drei unterschiedliche Trommeln erzeugt, die die Menschen zum Tanzen bringen.

Candombe ©Flickr cigumo

Karneval in Südamerika bedeutet, heiße Rhytmen, knapp bekleidete Frauen in sexy Outfits und feiern bis zum Morgengrauen. Die Städte Buenos Aires und Rio de Janeiro stehen in dieser Zeit besonders im Mittelpunkt. Aber auch in Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, wird ausgiebig gefeiert. Hier ist es vor allem der Candombe, der die Menschen animiert.    [...mehr]


Autor: Nina

Pan de Muertos, oder auch Brot der Toten genannt, ist eine typisch mexikanische Teigware, die am Día de Muertos traditionell zu Ehren der Toten auf Altäre gelegt oder frisch verzehrt wird.

Pan de Muertos by HeXeNeSi ©Flickr

Der Día de Muertos ist mit dem allseits bekannten Halloween-Fest bzw. Allerheiligen/Allerseelen zu vergleichen. Aber im Gegensatz zu den hier typischen Halloween-Dekorationen wie ausgehöhlte Kürbisse, Skelette und Riesenspinnen, begeht man den Tag der Toten in Mexiko anders. Die Mexikaner begegnen den Toten auf eine sehr freundliche Art und Weise und dekorieren ihnen zu Ehren mit vielen orangenen Blumen, die den Toten den Weg weisen sollen.

In sämtlichen Wohnungen Mexikos werden mit Kerzen, Fotos und Getränken geschmückte Altäre aufgestellt, wobei das Pan de Muertos nicht fehlen darf. Ein sehr farbenfrohes Fest bildet den Abschluss des Tag der Toten, das mit Musik und Essen einhergeht und auf Friedhöfen zelebriert wird.

Rezept für Pan de Muertos

Zutaten:

  • 1 ½ Tasse Mehl (Type 405)
  • ½ Tasse Zucker
  • 1 TL gemahlener Anis
  • 1 TL Salz
  • ein Würfel frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • ½ Tasse Milch
  • ½ Tasse Wasser
  • ½ Tasse Butter
  • 4 Eier
  • 3 bis 4 Tassen Mehl

Zubereitung:

Einen Vorteig aus der 1 ½ Tasse Mehl, dem Zucker und Salz und dem Anis zubereiten. Dafür die Zutaten vermischen und in die Mitte eine Mulde drücken, in welche die Hefe hineinkommt. Das Wasser und die Milch erwärmen und die Butter darin auflösen. Anschließend die Flüssigkeit auf die Hefe in der Mulde gießen und zunächst vorsichtig und dann kräftig mit dem Mehl mischen. Den Teig an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten mit einem Handtuch abgedeckt ruhen lassen.

Währenddessen die Eier gründlich verrühren und zu dem bereits aufgegangenen Vorteig hinzugeben. Im Anschluss vom restlichen Mehl soviel hinzugeben, bis der Teig zu Brotlaiben geformt werden kann. Meist benötigt man dafür ca. 4 Tassen Mehl, was von der Größe der Eier und der Flüssigkeit abhängig ist.

Etwas von dem Teig beiseite legen und daraus „gekreuzte Knochen” formen, die dann auf die runden Brotlaibe gedrückt werden. Anschließend den Teig wieder für ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Die Brotlaibe bei ca. 180 Grad Celsius im Ofen für 40 Minuten backen lassen. Haben sie eine schöne braune Farbe angenommen, mit Alufolie abdecken. Eine kurze Zeit, bevor das Pan de Muertos aus dem Ofen genommen wird, dieses mit etwas lauwarmen Wasser bestreichen. Nach ca. 3 Minuten aus dem Ofen nehmen und mit Zucker bestreuen.

Guten Appetit.

Geschmückter Altar by Caitlinator©Flickr

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Autor: Lars Degen

Versteckt in einem Tal des Bundestaates Mexico gelegen, erwartet das kleine Örtchen Malinalco seine Besucher. Der Ort verfügt über den schwer zu beschreibenden Charme der Zeitlosigkeit, der oft in Mexico anzutreffen ist und dennoch ist man auf Besucher eingestellt, beherbergen doch die Hänge des Berges Texaltepec eine bedeutende präkolumbianische Pyramidenstadt.

Malinalco: präkolumbianische Pyramidenstadt @Lars Degen
Um dorthin zu gelangen folgt man  der Hauptstraße und überquert dabei auch gleich den zentralen Platz des Ortes, der am Wochenende als Marktplatz dient und zum stöbern nach Andenken und Naschwerk einlädt. Weiter in Richtung der Berge gelangt man zur Ausgrabungsstätte, welche sich 215 Meter hoch über dem Dörfchen befindet. Über 400 Stufen müssen überwunden werden, so dass es sich empfiehlt Wasser oder  isotonische Getränke mitzunehmen und besonders wenn es sehr heiß ist sollte man zwischendurch eine kleine Pause einlegen um nicht oben angekommen aus dem Latschen zu kippen. Auf dem Weg hinauf haben die Betreuer der Stätte mehrere Tafeln in Spanisch, Englisch und Nahuatl aufgestellt die über die Geschichte des Tales, der Pyramidenstätte und der Flora und Fauna informieren.

Blütezeit Malinalcos

Die Blütezeit Malinalcos fällt in den Zeitraum von 1325-1521 und die heute zu besichtigen Überreste wurden mehrheitlich ab 1501 unter der Herrschaft der Aztekengranden Ahuitzotl und natürlich Moctezuma II komplettiert.  Insgesamt errichtete man auf einem Plateau am Hang des Berges elf Gebäude, von denen vor allem die kleine Pyramide und der berühmte Tempel der Adlerkrieger. Der gesamte Tempel zeichnet sich dadurch aus, dass er komplett aus dem Berg getrieben  wurde und eine weitere Besonderheit ist, das er im Gegensatz  zu allen anderen ein Dach spendiert bekommen hat. Somit hat man hier die Möglichkeit sich vorzustellen wie das Gebäude einmal ausgesehen haben muss. Im Inneren des Tempels  erspäht man im Dunklen einen kleinen Adleraltar und mehrere Jaguarköpfe, während die Eingangsöffnung von zwei mächtigen Schlangenmäulern flankiert wird an denen man noch Überreste der ursprünglichen Bemalung erspähen kann. Der Rest der Gebäude ist mehrheitlich nur noch in Ruinen erhalten, die mit einigen Anmerkungen von Seiten der Verwaltung versehen sind. Spektakulär ist der Blick ins weite Rund des Tals, der einen zum einen für den beschwerlichen Aufstieg entschuldigt und zudem auch die strategische Bedeutung dieses Ortes erahnen lässt.

Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, wobei es am Sonntag freien Eintritt für Mexikaner gibt, obgleich man auch als Besucher es geschickt anstellen kann und für umsonst reinkommt. Sonst belaufen sich die Kosten aus 41 Pesos und es gibt Rabatte für Studenten und Schüler, also Ausweis mitnehmen.

Nach dem Abstieg oder auch zuvor empfiehlt sich ein Besuch Museum Dr. Luis Mario Schneider, wo der geneigte Besucher seine Kenntnisse über die historische Region Malinalco vertiefen kann und wo sich auch eine Kopie eines Wandgemäldes aus einem der Tempelbauten befindet. All das ebenfalls Dienstag bis Sonntag für läppische 10 Pesos und am Mittwoch sogar für umsonst.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Relativ versteckt und weit im Osten des Bundesstaates gelegen, erwartet Chalcatzingo euren Besuch. Ein Ort der über eine mehr als 3500 Jahre alte Geschichte verfügt, datieren die ersten Siedlungsspuren doch bereits aus dem Jahr 1600 vor Christus. Den Namen Chalcatzingo gaben die Azteken, die zwischen 1200 und 1519 ins Gebiet von Morelos eindrangen. Wie immer gibt es mehrere Namensdeutungen von „ Der kleine/ wertvollste Ort der Chalcas“ bis hin zu „ Der heilige Ort der kostbaren Jade“.

Chalcatzingo:  3.500 Jahre alte Geschichte @Lars Degen

Am Eingang der Stätte befindet sich ein sehr kleines Museum, in dem einige der Exponate ausgestellt werden. Zumeist handelt es sich um Alltagsgegenstände was vielleicht nicht sehr aufregend ist, doch wenn ihr des Spanischen mächtig seid solltet ihr vorab die Informationstafeln studieren. Einerseits um mehr über den Ort an sich zu erfahren und zudem auch die Erklärungen zu den Felsmalereien zu lesen, denn dann wisst ihr was ihr sehen sollt wenn ihr davor steht. Die Ausschilderung an Ort und Stelle ist meines  Erachtens nämlich eine der schlechtesten die ich je in einer Grabungsstätte der INAH gesehen habe.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Eine gute Stunde von Mexico Stadt entfernt gelegen und stets von mit milden Temperaturen verwöhnt, ist Cuernavaca ein beliebtes Wochenendziel der Reichen und Schönen aus der Hauptstadt und auch für internationale Größen.

Roberty-Brady Museum @Lars Degen

Dazu gehört oder besser gesagt gehörte auch der US-amerikanische Maler und Designer Robert Brady welcher ,aus Iowa stammend, im Jahr 1962 seinen Wohnsitz von Venedig in die Calle Netzahualcóyotl Nummer 4 im Herze Cuernavacas verlegte. Sicherlich ein großes Glück für die lokale Kunstszene und auch für Brady selber, der bis zu seinem Tode 1986 im Haus direkt hinter der Kathedrale lebte und sich seiner Leidenschaft der Kunst widmete.    [...mehr]