Beiträge vom: August, 2010

Autor: Lars Degen

31 Kilometer von der Hauptstadt Cuernavaca entfernt, liegt das kleine verschlafene Dorf von Coatetelco in der Nähe der gleichnamigen Lagune, welches zugleich auch eine wichtige Grabungsstätte beherbergt.

Coatetelco @Lars Degen

Wie so viele Reste der untergegangenen Kulturen aus der Zeit vor der Eroberung so erhält auch die kleine Grabungsstätte von Coatetelco durch die Kombination aus den Resten des politisch-religiösen Zentrums der ehemaligen Besiedelung mit dem beeindruckenden Bergpanorama einen fast magischen touch.
Coatetelco bedeutet so viel „Schlangenhügel“ und ist  mit einer Blütezeit von 500 -150 vor Christus  eine recht altes Zeugnis der versunkenen prähispanischen Welt. Einstmals betete man hier heute längst vergessene Gottheiten an wie zum Beispiel Chalchiuhtlicue, die Schutzpatronin der Lagunenbewohner, eine junge Schönheit die man als  Göttin der Flüsse, der Lagunen und des Meeres verehrte.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Fast jeder Urlaub endet stets mit dem gleichen Problemen: Was bringt man mit? Wer bekommt was und wo kaufe ich das und wie viel lasse ich mir den Spaß kosten? Selber hinlänglich Leid geprüpft damit, war ich unendlich dankbar den Geheimtipp «Tres de Mayo» zugeflüstert zu bekommen.

Dabei handelt es sich um einen nicht weit vom Zentrum Cuernavacas gelegenen Stadtteil in dem man massenhaft Geschäfte findet die zum Einkaufen einladen. Dazu fährt man vom Stadtzentrum aus auf der Calle Humboldt in südlicher Richtung  die danach in die Calz. Palmira mündet auf der ihr auch weiter in Süden fahrt und dabei immer dem Straßenverlauf folgt.

Interessantes Detail ist, dass ihr in dieser Gegend auf eurer Tour am Schildkrötenhaus vorbeikommt in dem einstmals Frida Kahlo weilte und in dem auch einige der Bilder hingen, die in diesem Sommer mit großem Erfolg in Berlin ausgestellt wurden. Leider kann man das Haus nicht besichtigen und seit dem Tod der ehemaligen Besitzerin ist es verschlossen. Künstlerisch geht die Strecke auch weiter, denn am Ende des Weges kommt ihr zu einem Kreisverkehr, welcher in seinem Zentrum von einem riesigen Wandgemälde wo ihr euch linkerhand haltet und den Ausschilderungen zum Tres de Mayo folgt. Parken könnt ihr in einer der Seitenstraßen.    [...mehr]


Autor: Nina

La Paz ist die wohl bekannteste Stadt in Bolivien, und hier befindet sich neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch der Regierungssitz des Landes. Mit 4000 Metern über dem Meeresspiegel hat sich der Flughafen El Alto den Rekord als höchster ziviler Luftstützpunkt gesichert.

La Paz ist mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern die grösste und wichtigste Stadt Boliviens - Und eindeutig eine sehr spannende Metropole. Das Stadtgebiet ist aufgeteilt in die beiden Bezirke Altiplano und El Alto, wobei im tiefer gelegenen Altiplano eher besser situierte Bürger leben. Die Höhenunterschiede innerhalb von La Paz betragen bis zu 1000 Meter - Da kann man als Europäer schon mal ins Schwitzen geraten. Eine Erkundungstour lohnt sich aber allemal, und Taxen sind schliesslich nicht allzu teuer.

La Paz - Sehenswürdigkeiten und Highlights im wahrsten Sinne des Wortes

Für Touristen gibt es in La Paz jede Menge spannendes und skurilles zu entdecken. Allein der Anblick der in einem riesigen Talkessel gelegene Stadt ist atemberaubend. Rund um die Wolkenkratzer im Tal schmiegen sich an den Berghängen Häuser und Strassen, und fügen    [...mehr]


Autor: Nina

Kolumbien ist als Reiseland in Südamerika etwas vernachlässigt worden, doch in den letzten Jahren reisen immer mehr neugierige Besucher durch das faszinierende Land an den nördlichen Ausläufern der Anden. Kolumbien befindet sich in einer Phase des Wandels, und Touristen sind gerne gesehen.

Kolumbien hat als Reiseland mit einigen Vorurteilen zu kämpfen. In den letzten 5 Jahren hat sich die Sicherheitslage im Land aber bedeutend verbessert, besonders die Grosstädte bieten einen Sicherheitsstandart, der auf einem Level mit anderen lateinamerikanischen Metropolen ist. Sehenswert ist in Kolumbien die unberührte Natur, und natürlich die einmalige kulturelle Vielfalt, die sich an allen Ecken erschliesst.

Kolumbien - Ein Reiseland der Vielfalt

Das Leben in Kolumbien ist bunt - Und zwar nicht nur die atemberaubende Flora und Fauna. Genauso bunt wie die Natur ist auch die Mischung der Menschen im Land. 58% der Bevölkerung machen die Mestizen (Indios) aus, 20 Prozent    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Gleich um die Ecke des Zócalos, dem Zentrum der Mexicanidad, liegen direkt unter der heutigen Kathedrale die eindrucksvollen Reste  des Haupttempels der versunkenen Aztekenmetropole Tenochtitlan. Eigentlich unvorstellbar, wurde der so genannte Templo Mayor im Februar 1978 im Rahmen von Bauarbeiten wiederentdeckt.

Templo Mayor @Degen

Templo Mayor @Degen

Durch Zufall stieße einer der Bauarbeiten bei den Grabungen auf einen runden Stein den ein Relief bedeckte. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Darstellung der Mondgöttin Coyoalxauhqui handelte, die sich an der rechten Treppe der Tempelpyramide befand. Nach der Eroberung durch die Spanier hatten diese nämlich wie in vielen Städten Lateinamerikas direkt auf die religiösen  Heiligtümer der bisherigen Kulturen Kirchen gebaut, so auch in  Mexico Stadt, wo sich  direkt im Zentrum heute die Kathedrale erhebt, welche unter sich die Ruinen des alten Zentrums der Azteken birgt.  Dies ist umso betrüblicher, als man sich daher nur mit größter Mühe vorstellen kann, wie diese Gegend einmal vor der Ankunft der Europäer ausgesehen haben muss.

Zu Zeiten Tenochtitláns befand sich der gesamte Tempelbezirk im Herzen der brodelnden Aztekenmetropole  und verkörperte damit das Zentrum des Imperiums. Zugleich lag er im Schnittpunkt dreier wichtiger Verkehrsachsen der Stadt die jeweils auf verschiedene Himmelsrichtungen zuliefen, wobei die Rückseite des Tempelbezirkes in Richtung Osten wies. Im heutigen Mexico City der Moderne erstreckt sich der Tempel vom Zócalo und dem Palacio Nacional ausgehend hinunter bis zur Calle González Obregón in nördlicher Richtung und von der Calle del Carmen im Osten bis hin zur Calle República de Brasil.    [...mehr]