Beiträge vom: Februar, 2010

Autor: Nina

Es ist Sonntag und die sanfte Oktobersonne verwöhnt uns mal wieder außerordentlich, als meine Reise(ver-)führerin mir verkündet, wir würden heute nach Tequesquitengo und Issstehuixtla fahren.

Von mir kommt dabei kein Widerspruch, denn in dem Augenblick, wo sie die Namen ausgesprochen hat, habe ich sie offen gestanden schon wieder vergessen, so fremd und auch unaussprechlich klingen sie in meinen Ohren. Dennoch sollte es ein wunderschöner Ausflug sein, den ich jedem nur empfehlen kann, der vielleicht mal im Herzen Mexicos baden möchte und auch ein wenig Heimweh nach Mitteleuropa hat.    [...mehr]


Autor: Nina

Weihnachten – so lautet der portugiesische Name der Stadt Natal. Der Grund: Genau am 25. Dezember 1599 wurde eine Stadt an Stelle des ehemaligen Piratennestes im Nordosten Brasiliens gegründet. Heute ist die Stadt mit den wunderschönen Sandstränden und meterhohen Dünen ein beliebtes Reiseziel, um der Kälte zu entfliehen – nicht nur an Weihnachten.

Morro do Careca in Natal   ©Flickr.com/George Vale

Natal: Sonne, Dünen und Delphine

Natal im Nordosten Brasiliens ist eine der schönsten Städte, um dem kalten Alltag zu entfliehen und bei viel Sonne und tropischen Flair die Kultur der über 400 Jahre alten Hauptstadt des Bundesstaats Rio Grande do Norte zu genießen.

Bis 1589 galt das Gebiet an der Atlantikküste als Umschlagort für französische Piraten, die dort regen Handel mit den indigenen Völkern unterhielten und die Küste in Angst und Schrecken versetzten. Um die Seeräuber fern zu halten, baute man ein Fort, das noch heute das Wahrzeichen von Natal ist und als Grundstein der Stadt gilt.    [...mehr]


Autor: Nina

Regenwälder sind naturbelassene Ökosysteme, die eine Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten aufweisen. Obwohl sie nur ein Viertel des globalen Waldbestandes ausmachen, befinden sich knapp  80% der Landvegetation in Regenwaldgebieten.

Regenwald Tobias Mandt©Flickr

Nur ein Viertel des Regenwassers fließt über die Flüsse ab. Das schwüle Klima ist darauf zurückzuführen, dass ¾ der Niederschläge verdunsten und wieder in die Luft abgegeben werden, so dass sich neue Regenwolken bilden. Dieser Verdunstungszyklus wirkt sich auch auf entfernte Gebiete aus. Die Abholzung der Regenwälder führt zu weniger Niederschlag. Dies ist zum Beispiel ein Grund  dafür, dass sich die Sahara jedes Jahr knapp 20 km weiter nach Süden ausdehnt.    [...mehr]


Autor: Nina

Die Republik Kolumbien, angesiedelt im nördlichen Teil Südamerikas, hat seinen Landesnamen von Christoph Columbus. In Kolumbien prallen Gegensätze aufeinander, welche das Land so außergewöhnlich machen.

Kolumbien Naty Rive©Flickr

Einerseits wird die westliche Hälfte von den Anden dominiert, die sich in drei große Bergketten aufteilen: die westlichen, die zentralen und die östlichen Kordillere. Im Norden erhebt sich die 5775 m hohe Sierra Nevada de Santa Marta, dem höchsten Küstengebirge der Erde.
Andererseits besticht die Region des weitgehend unbesiedelten karibischen und pazifischen Küstentieflandes mit tropischen Regenwäldern und Sumpfgebieten sowie einer ausgeprägten Vielfalt an Flora und Fauna.    [...mehr]


Autor: Nina

Als siebtgrößtes Land der Erde, voll von einer Vielzahl an kulturellen und landschaftlichen Highlights, ist man mit der Planung einer Argentinien Reise schnell überfordert. Vorher sollte man sch ungefähr im Klaren sein, was einen vorrangig interessiert. Anhand eines Reiseführers lassen sich dann Routen und Besuche leichter planen. Sowohl online als auch als Print-Reiseführer gibt es eine große Auswahl an Lektüre über das Land an der Südspitze Amerikas.

Argentinien ©Flickr.com/R I O M A N S O

Online Reiseführer Argentinien

Reiseführer für Argentinien gibt es im Internet ziemlich viele. Egal ob Foren für Backpacker oder Open Source Angebote, wie z.B. Wikitravel, online kann man sich vor Reisebeginn schon eine gute Übersicht über das atemberaubend-spannende Land verschaffen. Doch sollte man nicht alles für bare Münze nehmen. Hier schreiben Laien, keine autorisierten Reiseveranstalter, die auf eine Vielzahl an Erfahrungen zurückgreifen. Die Eindrücke und Beschreibungen sind rein subjektiv.
Jemand, der die südamerikanische Mentalität nicht kennt, wird einem bestimmten Platz oder einer Begebenheit vielleicht einen ganz anderen Stellenwert einräumen, als ihm wirklich gebührt.

Der Vorteil: Die Reiselektüre ist meist kostenlos. Gerade auf Backpacker-Seiten bekommt man wertvolle Geheimtipps, die man in Reiseführern kaum findet. Der Nachteil: Wenn man nicht gerade die ganze Zeit über ein Notebook mit sich rumschleppen möchte, hilft der Reisefüher unterwegs auch nicht viel weiter.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

¿Dónde está toda la gente de Mérida?  – so einer der für mich emblematischen Sätze bei den obligatorischen Aufwärmspielen am Pool. Keine Frage, also das ich diesem Ort und den Leuten während meines Aufenthaltes in Yucatán auch einen Besuch abstatten musste.

Merida flickr Lars Degen

Im  Nordosten der mächtigen Halbinsel gelegen hat die 1542 von den Spaniern gegründete Stadt heute ungefähr eine Million Einwohner  und ist meines Erachtens eine Reise wert. Zugleich ist Mérida die Hauptstadt Yucatáns und die perfekte Basis für eine längerfristige Rundreise in der Welt der Maya. Beginnen sollte man seinen Rundgang durch Mérida natürlich an der Plaza Mayor, der auch hier wie in so ziemlich jeder mexikanischen Stadt, das administrativ-religiöse Zentrum markiert.

Sehenswürdigkeiten von Mérida

Auffallend ist hierbei natürlich sofort die massive und wuchtige Fassade der Kathedrale,  La Catedral de San Ildefonso aus dem 16. Jahrhundert, die mit ihren Türmen den Platz  und auch insgesamt das Bild der Innenstadt dominiert.  Ein weiteres wichtiges Gebäude ist die Casa de Montejo, welches der Sitz des gleichnamigen Stadtgründers Francisco de Montejo war. Ganz genau sollte man sich hier die Fassade ansehen, auf der man Spanier auf den Köpfen von indígenas stehend ausmachen kann.

Dieses kolonialistische Selbstverständnis drückt sich auch mit der Lage der Plaza Mayor aus , ist diese doch wie unter anderem im nahen Izamal oder natürlich in México Stadt- Tenochtitlan direkt auf den Ruinen einer Mayasiedlung ( hier T’ho) gebaut worden.  Vor allem durch seine auffällige Farbe und seine wunderschönen Rundbögen fällt einem darüber hinaus sofort der Palacio de Gobiernol.  Ein Abstecher in das Innere des Gebäudes ist vor allem für die Freunde von Gemälden zu empfehlen, findet man hier doch zahlreiche bildliche Darstellungen der wechselhaften Geschichte Méxicos.

Wer es ein wenig lebendiger und bunter mag, sollte sich den Februar vormerken, denn dann findet hier in Mérida der bunteste und auch prächtigste Karneval der ganzen Region statt. Farbenfroh und erlebnisreich ist auch ein Besuch auf dem Markt der Stadt, der so genannte Mercado García Rejón in der Calle 60. Hier bekommt man praktisch alles, wobei ich vor allem über die Lagerung des Fleisches sehr verwundert war, lag es doch bei 34°C einfach offen herum..    [...mehr]


Autor: Nina

Bolivien ist ein Land, das trotz der Kolonialisierung stark an den ursprünglichen Bräuchen und Traditionen der indigenen Völker fest hält. Trotzdem sind spanische Elemente nicht zu verleumden, was man heute vor allem an der Musik merkt.

Charanga Spieler    ©Flickr.com/U.S. Army

Bolivianische Musik

In der Kulturgeschichte Boliviens haben Musik und die damit verbundene Tänze einen wichtigen Stellenwert. Sie galten seit jeher als wichtiges Ausdrucksmittel. So wurden die Schlachten gegen die Spanier zu Zeiten der Kolonialisierung damit überliefert, aber auch wichtige Rituale und Traditionen gefeiert.

Die Tänze und damit verbundenen Musikstücke gliedern sich nach den verschiedenen Stämmen und Völkern, die damals in Bolivien lebten. Um die breiten Gesten, heißen Trommel-Rhythmen und Flötentöne optimal zu untermalen, gehören auch aufwändig gewebte Stoffe und bunte Gewänder, sowie Federschmuck zu den wichtigen Requisiten, denen man sich beim Tanz bedient. Jährlich davon überzeugen kann man sich z.B. in Berlin beim Karneval der Kulturen.

Auch heute bestimmen die eher traditionellen und folkloristischen Stücke die Musiklandschaft Boliviens. Zwar wird unter den Jugendlichen auch viel Heavy Metal gehört, internationale Erfolge von bolivianischen Pop- oder Rockbands sind aber kaum bekannt.


Bolivien: Typische Musikinstrumente

Wichtige Musikinstrumente Boliviens sind die auch bei uns sehr beliebte Panflöte, die Quena, eine eingekerbte Bambusrohr Flöte, die etwas größere Tokoro und verschieden große Trommeln. Auch ein Saiteninstrument wird unter den Bolivianern gerne gespielt: Die Charanga (oben im Bild).    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Einmal in Mexiko City angekommen, stellt sich natürlich die Frage, wie man sich eine Stadt, die fast so viele Einwohner wie ganz Kanada oder Australien hat, erschließen kann. Wer einmal die Blechlawinen erlebt hat, wird sicherlich schnell zum Schluss kommen, dass man mit der Nutzung des Autos nicht gerade die beste Wahl trifft, um sich in der Stadt fort zu bewegen.

Karte des Touristenbusses Lars Degen




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Autor: Lars Degen

Ein wenig versteckt südlich von Cuernavaca, der Hauptstadt des Bundestaates Morelos, thront hoch auf dem Berg Xochicalco, was in nahuatl so viel bedeutet wie „ Der Ort des Blumenhauses“.

Sicherlich handelt es sich bei Xochicalco, zumindest für uns Europäer, um eine weniger bekannte Pyramidenstadt, die jedoch auf Platz vier der am meistbesuchten präkolumbianischen Stätten liegt.

Dieser Umstand bietet jedoch dem Besucher einen unschätzbaren Vorteil, da man hier noch ungestörter in Kontakt mit den untergegangenen Kulturen treten kann, da die touristische Erschließung – sprich fliegende Händler und Massenansturm – noch in den Kinderschuhen steckt. Bei meinem Besuch verloren sich auf dem sehr weitläufigen Gelände, auf dem sich auch ein Museum befindet vielleicht höchstens 50 Personen.

Wie eigentlich überall in México solltet ihr – sofern ihr es beherrscht- einen der wirklich exzellent ausgebildeten guías bitten, euch die Stätte auf Spanisch näherzubringen. Sicher beherrschen sie auch Englisch und teilweise Deutsch aber persönlich fand ich die Erklärungen auf Spanisch stets am lebendigsten und auch die 2,5 Stunden in Xochicalco vergingen wirklich wie im Fluge.

Die Ursprünge der Pyramiden von Xochicalco datiert man heute auf    [...mehr]